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aus Bremen und Lübeck in ihrem Zelte ein Hospital für die Krankendes Krcuzheeres. Der König Heinrich von Jerusalem, so wie derAdel und die Geistlichkeit dieses Reiches, und auch die deutschenFürsten sahen diese Anstalt mit so vielem Beifalle, daß sie die Be-stätigung derselben von Papst Cölestin lll. erwirkten. Wie dieJohanniter besorgten sie Waffen- und Krankcndienst, theilten sichgleichfalls in Geistliche, Ritter und dienende Brüder und genossendie Privilegien der beiden andern Ritterorden. Ihre Ordenstrachtbesteht in einem weißen Mantel nnd einem schwarzen Kreuze, wohersie auch Kreuzherrcn genannt werden. Heinrich von Walpotwar ihr erster Hochmeister und ließ in der Nähe von Ptolomaiseine Kirche, ein Spital und Wohngebäude für die Ordensgenossenerbauen. Unter den ersten drei Hochmeistern hatte der Orden sichkeiner Ausbreitung zu erfreuen, und erst dem vierten, Hermannvon Salza, gelang cs, dieselbe zu begünstigen. Denn nach seinemTode zählte der Orden bereits 2000 deutsche Edclleute. Unter diesemHochmeister geschah es auch, daß die Deutschritter von HerzogConrad von Massovien zur Bekriegung der noch heidnischen Preußenmit dem Versprechen gerufen wurden, daß dafür das Culmischeund Lobauische Land, und Alles, was sie erobern würden, demOrden gehöre (1230). Der Kampf dieser Ritter war fortwährendglücklich; Thorn, Culm, Marienwerder und Rheden wurden ihreFestungen, zu denen bald andere, Christburg, Bartenstein, Wiescm-bnrg, Refel, Brunsberg und Heilsberg kamen. In Kurzem warendiese Ritter Herren von ganz Preußen, daS sie christianisirten, undauch Licfland ward von ihnen abhängig, als die Schwertritter mitihnen vereinigt wurden. Marienburg wurde Hanptsitz des Ordensund Residenz des Hochmeisters; Winrich von Kniprodc (1351—1382)gab dem Orden neuen Glanz durch den Ruhm der Wissenschaftlich-keit. Aber ihre Größe verleitete die Ritter zu Ausschweifungen undihre Habsucht wurde nicht nur ihren Untcrthancn, sondern auchihren Nachbarn beschwerlich. Der König von Polen lieferte ihnenein blutiges Treffen, ein Theil Preußens fiel im Jahre 1454 vondem Orden ab, begab sich unter polnischen Schutz; ja nach vielenunglücklichen Kriegen kam der größte Theil Preußens an Polen,und der Orden mußte den polnischen König als Lehensherrn auer-