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air die Arbeit gehen. Um 12 Uhr nehmen sie ihre Mahlzeit undruhen von 1 Uhr bis 3 Uhr aus. Nach Beendigung des Officiumsgehen sie auf das Feld bis gegen Abend; überfällt sic ein Regen,so müssen sie die Kleider am Leibe trocknen lassen, so daß sie inder kalten Jahreszeit oft Schneeflocken und Eisschollen an sich tragen, bissic die natürliche Wärme oder die Arbcitsübungcn schmelzen macht.Ihre Kleider legen sie nur zum Waschen ab. Um sieben Uhr essensie sodann zu Nacht und um acht Uhr gehen sie schlafen; an Sonn-und Festtagen stehen sie Nachts um cilf Uhr auf. Am Tage derRuhe stehen sie somit früher auf, der durch fortgesetzte Hebungenund Gebete ein beschwerlicher Tag werden müßte, fänden sie nichtihre süßeste Ruhe im Prcisgesange des Herrn. Während der Fastenstehen sie um dieselbe Stunde auf, beten das Officium stehend oderkniend, arbeiten einen großen Theil des Tages, hören die Messean und halten nur eine einzige Mahlzeit, nämlich Abends um4 Uhr... Vernehmen wir noch eine Stelle aus jener Schilderung.
„Die Familicnbande, welche diesem flüchtigen Dasein alleinnoch einen Werth zu verleihen scheinen, wollen die Trappisten nichterst mit dem Tode brechen und nicht erst im Grabe auflösen.Und deßhalb haben oberflächliche Köpfe ihrer Anstalt Widcrnatür-lichkeit vorgeworfen. Doch sehet, welch' ein erhabener Ersatz dafür!Wohnet bei den letzten Strahlen eines sterbenden Tages einer jenerfeierlichen Versammlungen bei, in denen der Pater Abt das Wortnimmt und spricht: „Meine Brüder, der Vater, die Mut-ter, Schwester eines unter uns ist gestorben: lasset unsfür ihre Seele beten." Und sodann überläßt er sie ihren Ge-fühlen! Viele von ihnen können nun zu sich selber sagen: „binich vielleicht ein Waise geworden?" Hier nimmt sich Jeder daruman, daS Unglück eines Einzigen trifft Alle. Nein, unter diesemgroben wollenen Gewände liebt und leidet eine glühende Seele;unter diesem Todesgewande schlägt noch ein Herz. Gibt cS nochetwas Schöneres auf der Welt, als diese Gemeinschaft der Thränenund der Trübsale, als jenes Verhältniß, dem gemäß Alle für Einen,und Einer für Alle leidet und betet, und zwar unter Leuten, dieeinander nicht einmal dem Namen nach kennen, und welche, ohnesich je kennen zu lernen, leben und sterben!"