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1 (1845)
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raume von 437 Jahren (bis in'sJahr 1635) 30,720 Sklaven los;Freunde, nicht einer unfruchtbaren Menschenfreundlichkeit, sonderneiner Religion der Liebe, können sich dieses herrlichen Erfolges rüh-men. Wenn man daher bedenkt, wie manchen Kummer so vieleAuslösungen gestillt, wie manche Thräne sie getrocknet haben, undwie vielen grausamen Qualen sie zuvorkamen, dann ist cS un-möglich, an den Namen Trinitarier keine süße Erinnerung derDankbarkeit zu knüpfen.

Unglückseliger Weise erkaltete dieser fromme Eifer mit der Zeit,und die Trinitarier verwendeten die zur Erleichterung des Elendesihrer Mitmenschen bestimmten Einkünfte später zum eigenen Genüsse.Schon im Jahre 1267 erlaubte ihnen Clemens IV., in Erwägung,daß es Religiösen, die oft unter Heiden reisen und sich bei ihnen auf-halten müssen, fast unmöglich sei, eine so strenge Vorschrift genauzu erfüllen, sich eines Pferdes zn bedienen und Fische und Fleischzu genießen, und dies war der erste Schritt zu ihrem Verfalle. Seitdieser an der ursprünglichen Regel vorgenommcncn Milderungwurde nämlich das Drittel des Einkommens, das zur Loskanfungder Gefangenen bestimmt war, allmählig verkleinert und auf einegeringe Summe beschränkt.

Freilich suchte man durch Verbesserungen den alten Gluteifcrwieder zn beleben. In den Jahren 1573 und 1576 nahm maneine solche vor, welche auch von den meisten Klöstern und besondersvon Ccrfroid angenommen ward. Diejenigen, welche ihr folgten,trugen kein Weißzeug, beteten um Mitternacht die Mette, und aßennur am Sonntage Fleisch. Im Jahre 1504 führte der Pater Jo-hannes Baptista de Conceptione unter den spanischen Triuitarierneine noch strengere Verbesserung ein: nämlich jene der Trinita-rierbarfüßer. Bedeutende Widersprüche legten diesem eifrigenMönche in der Ausführung seines frommen Unternehmens Hinder-nisse in den Weg; er starb im Wohlgernche der Heiligkeit im 1.1613.Jndeß hatte er sich doch das neue Kloster zn Val de Pennaö er-worben, und innerhalb zwei Jahren waren vier neue (nämlich znSocullamoö, Alcala, Madrid und Valladolid) gestiftet worden.Der P. Johann Baptista hatte auch die Freude, zu sehen, wie nochzu seinen Lebzeiten 18 Convente seiner Reform errichtet wurden;