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die Thätigkeit, mit der die neuen Religiösen ihr gutes Werk be-gannen, daß ihnen schon zwei Jahre nach der Gründung desOrdens bereits dreihundert Sklaven ihre Befreiung verdankten.Diese bewundernswürdigen Helden verzichteten ans alle Vergnügen,stürzten sich selbst freudevoll in eine freiwillige Knechtschaft, um denMitmenschen das kostbarste Gut zu verschaffen, das der Mensch ge- Inießen kann — die Freiheit. Nach ihrer ursprünglichen Regeldurften sie weder Fleisch noch Fische essen, und es war ihnen ver-boten, auf der Reise ein Pferd zu benützen (weßwegcn sie sich derEsel als Reutthiere bedienen mußten, woher sie den Namen Esels-brüder erhielten, den sie in aller Demuth sich gefallen ließen).
So viele und so schöne Beispiele nun vermochten nicht allein die,welche nicht selbst in den Orden cintraten, an ihn Almosen zugeben, und nach ihren Kräften zu dieser himmlischen Sendung bei-zutragen, sondern bewirkten auch, daß Männer von den höchstenVerdiensten und ausgezeichneten Talenten darnach strebten^ unmit-telbar als Glieder des Ordens an seinen Wohlthatcn Thcil zunehmen. So kam cs, daß dies Institut bald in allen LändernAnklang fand. In Frankreich erhielten die Trinitarier den NamenMathuriner, weil ihre Wohnung zu Paris an dem Ort erbautwurde, auf dem eine Kapelle zur Anrufung des heiligen Mathurin,'stand; und da Frankreich des Ruhms theilhaftig ward, die Wiegedes Ordens zu sein, so erwuchs für dasselbe das Recht, seinen Ge-neral zu wählen. Spanien aber konnte während seiner bestän-gen Kämpfe mit den Sarazenen bei einer ähnlichen Einrichtung nurgewinnen; auch richteten die Trinitarier ihr Augenmerk vorzüglichauf dieses Land. Gleichwohl sahen auch England, Deutschland undUngarn in ihrem Schooßc Klöster dieses Ordens entstehen.
Besonders glücklich entfaltete sich dieser der schmachtenden Mensch-heit so nützliche Orden in den Jahren der letzten Kreuzzüge, so daßer bald 250 Convente zählte, die man in die Provinzen Frankreich,Normandie, Picardie (Flandern), Champagne, Languedoc, Pro-vence, Neu-Castilien, Alt-Castilien, Aragonien, Italien, Portugal,England, Schottland, Irland, Sachsen, Ungarn einthcilte.
Einer Berechnung zu Folge kaufte der Orden in einem Zcit-r In diesem Kloster starb Felix von Valois den 20. Jannar 1212-