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1 (1845)
Entstehung
Seite
132
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und ein neues Kloster nur dann gestiftet werden, wenn cs einenPrior und zwölf Chorherrn anfnehmcn konnte.

Den Chorherrn waren Brüder beigegebcn. Vor seinem24. Jahre konnte jedoch keiner eintretcn. Er wurde sofort demNovizenmcister übergeben, und einem bestimmten Geschäfte znge-wiesen, waö er ebenfalls schweigend verrichten mußte. Im Hauseder Nonnen lebten die Schwestern, denen die Bereitung des BierSund die Bearbeitung der Wolle oblag.

An der Spitze des Ganzen stand der oberste Meister, welcherdie Umgängen (enLnIoros; bei den Frauen oirenli-iems) zur Seitehatte. > Zudem beurkundete in diesem Orden Alles eine tiefeDemuth. Er zählte mehrere Klöster in England, wurde aber unterder Regierung Heinrichs VIII. mit allen übrigen aufgehoben. 2

Huiniliatcn.

In Betreff der Zeit, in welcher der Orden der Humiliaten (derGedcmüthigtcn) gestiftet wurde, gibt eS verschiedene Nachrichten,die jedoch so ziemlich eine und dieselbe Veranlassung angcben.

In einem jener häufigen Feldzüge, zu denen die Deutschenihre Zuflucht nehmen mußten, um ihre aufrührerischen UnterthancnItaliens zu bezähmen, machte Kaiser Heinrich II. im Anfänge descilftcn Jahrhunderts eine gewisse Anzahl der angesehenste» Ein-

>- Vcrgl. Hnrter, Geschichte Jnnoeen; III. Band. IV., S. 232 ff.r Guilbert selbst endete seine lange »nd heilige Laufbahn am 4. Febr. 1189in einem Alter vvn hundert nnd sechs Jahren. Die Wunder, welche an seinemGrabe geschahen, wurden von Hubert, Erzbischof van Canterbnry, und vvn denAbgeordneten, die Jnnoeenz III. im Jahre 1201 ernannt hatte, als acht aner-kannt und im folgenden Jahre ward er von demselben Papste heilig gesprochen.

r I)r. Weis und vr. Räß bemerken in ihren Leben der Heiligen (nachAlban Butler) Bd. XVI. S. 201:Helyot irrt sich gewiß, wenn er Bd. VI.Seite 179 u. f. die Gründung des HnmiliatenordenS hundert Jahre späterangibt. Pnrieelli hat bewiesen, daß dieser Orden schon Vor dem Jahre 1033bestand. Allein man muß darin verschiedene Epochen in der Stiftung der frag-lichen Genossenschaft annehmen. Die Zurückziehung der lombardischen Edel-lente muß nm's Jahr 1017 gesetzt werden; diese vereinigten sich unter derRegierung des heiligen Heinrich, der 1014 gekrönt wurde, in eine Genossen-schaft, unter dem Namen G edcmnthigtc, und verbanden mit ihren ge-meinschaftlichen Andachtsübnngen das Gelübde der Keuschheit. Diese Anstaltbestand 100 Jahre ohne geschriebene Regel, bis der heilige Bernard nach Italienkam (1134)."