Druckschrift 
1 (1845)
Entstehung
Seite
130
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Verfnllo erholen, welcher erst mit der schnellen Zerstörung allerseiner Klöster endete. '

Enilbcriincr.

Der h. Guilbcrt ward zu Scmpringham, in der Provinz Lineolnin England, 1083 geboren. Zum Priester geweiht, errichtete er eineSchule, wo er einige Zeit lang die Jugend in den Anfangsgründendes Wissenswerthesten unterrichtete und ihr den Geist der Frömmig-keit cinznpftanzen suchte. Ine Jahre 1113 wurde er Pfarrer vonSempringham, nahm aber sofort von den Einkünften seiner Pfarreinur so viel, als ihm zum Lebensunterhalte durchaus nöthig war;alles klebrige theilte er unter die Armen. Mit gewissenhafter Treueverwaltete er das Lehr- und Hirtcnamt in seiner Gemeinde. Dasich aber sieben Jungfrauen, unweit seiner Pfarrkirche, Gott geweihthatten, nahm sie Gnilbert unter seine besondere Obsorge, und gabihnen eine Regel, welche sie ganz genau in ihrer Zurückgezogenheitbeobachteten. Desgleichen gab er auch eine andere einer Genossen-schaft von Männern, die unter seiner Leitung zu leben wünschten.Dieses war der Anfang des Ordens der Guilbertiner, welchen PapstEugenius III. bestätigte. Er harre mit dem Orden von Fontuvrauddas gemeinsam, daß er für beide Geschlechter bestimmt war, undsein Gründer ebenfalls ein doppeltes Kloster, oder vielmehr zwei

* Dieser Orden hatte sich übrigens auch in einige Töchteranstalten ver-zweigt. Denn Roberts Genosse, Bernard d'Abeville, gründete imJahre 1109 mit seiner Schaar die Abtei Tiron, erbaute später ein zweitesKloster bei Chartres, und gab diesem den Namen des dortigen Flüßchens Tiron.Alles strömte in seine Anstalten, weil er allerlei Künstler und Handwerker anf-nahm, Jeden forttrciben ließ, was er gelernt hatte, und damit strenge Zuchtund Ordnung zn verbinden verstand. Die Könige von Frankreich, Englandund Schottland beschenkten sie reichlich. Die Congregation wuchs ans 67 Klösteran. Der Reichthnm aber war der endliche Zerstörer derselben, und im sieben-zehnten Jahrhundert finden wir sie nicht mehr in der Geschichte.

- Die Congregation von Savigni in der Normandie stiftete Vitalde Mortain im 1.1112. Nachdem im 1.1120 die weiblichen Individuen vonden männlichen entfernt worden waren, wurde Savigni bald eine der berühm-testen Abteien Frankreichs und erwarb sich mehrere Töchterklöster. Im 1.1148zeigten sich manche Aebte den jährlichen Generalkapiteln abgeneigt, und jetztschloß sich die ganze Congregation an Clairvanr an. Dasselbe Schicksal hatteauch im Jahre 1127 die im Jahre 1115 von Giraud von Sales errichteteCongregation Cadvnin.