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1 (1845)
Entstehung
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Jungfrau nämlich und der Gewalt, welche ihr Jesus über Johannesgab, als er zu diesem innig geliebten Jünger sprach,siehe da deineMutier," l hatte die Aebtissin von Fontövraud gerechten Anspruchauf eine grenzenlose Achtung und Unterwürfigkeit sämmtlicher Mönche.Die Aufgabe aber der Frauen dieses Ordens war, stets Gott Lob-lieder zu singen und frommen Hebungen zu obliegen, während dieMönche außer ihren geistigen Hebungen das Land urbar machen,und durch Händearbcit in irgend einem Handwerke für die Bedürf-nisse dieser Gemeinschaft zu sorgen hatten. Dieser Bestimmunggemäß genoß die Aebtissin eine wahrhaft unumschränkte Macht,die um so weniger ihre Grenzen hatte, als sie nur den Generalvor Benediktiner über sich anerkannte.

Robert hatte, um seine große Idee zu verwirklichen, in einemgeräumigen Klosterverschluß vier Klöster gebaut. Eines derselbenwar der heiligsten Jungfrau geweiht, und zur Wohnung für 300Jungfrauen und Wittwen eingerichtet, ein zweites dem heiligen La-zarus, und konnte 120 Kranke aufnehmcn, ein drittes der heiligenMagdalena, mit der Bestimmung, die Sünderinen gegen die Ge-setze der Keuschheit und weiblichen Ehre zu bessern. Ein viertesendlich war dem heiligen Evangelisten Johannes gewidmet. Dasselbewar von dem ersten gehörig abgesondert und für männliche Be-wohner bestimmt. Auf seinen Büßpredigten stiftete Robert sofort dieneuen Klöster zu Angers, Poitou, Touraine, Berry, Orleans,Limosin, Perigord, und jenes glanzvolle Haute-Bruyöre, drei Mei-len von Paris.

Durch diese sonderbare Verbindung und diese noch sonderbarereRegicrungöform unterschied sich der Orden von allen übrigen. Undgerade diesen Umständen verdankte er, wenigstens in Frankreich,theilweise seine Verbreitung. Wohl mochte man die frommen Ab-sichten Roberts bekritteln, und die Reinheit seiner Sittlichkeit ver-dächtigen ! Noch zu seinen Lebzeiten beschuldigte ihn Marbod,Bischof von RenncS, und Gottfried, Abt von Vendome, er lebe in

> Jvh. XIX. 2627.Als nun Jesus seine Mutter dastehc» sah und beiihr den Jünger, den er li-bte, sagte er zu seiner Mutter:Frau, siehe deinenSahn;" dann sagte er zu dem Jünger:Sohn, siehe deine Mutter." Vondieser Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.