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Klostcrklausur wieder befohlen und den Aebtissinen das Reisen ver-boten.
Diese Art von Congrcgationöbildungen wurde in mehrerenLändern nachgeahmt. Jndcß gingen die Aebtissinen von LasHuelgas (in der Folge meistens Prinzessinen aus dem königlichenHause) in der That zu weit. Denn im Jahre 1210 unterfing sichConstantia, die Tochter des Königs von Castilien, die Novizineneinzusegnen, das Evangelium zn erklären, auf der Kanzel zu pre-digen und die Beichten der Klosterfrauen zu hören. Von der Su-periorin des Ordens davon benachrichtigt, steuerte Papst Jnnocenz Hl.solchem Unfug. Bis ums Jahr 1587 waren die Aebtissinen stetsauf ihre Lebenszeit gewählt worden, aber von der Zeit an wurdediese Würde auf drei Jahre beschränkt.
Dieses Kloster bildete zugleich ein Erzichungsinstitut für 40adelige Fräulein der Häuser von Castilien und Leon. Die Laien-schwestern waren hellbraun, die Novizen weiß gekleidet.
Die Häuser, von deren gegenwärtigem Bestehen man Nach-richten hat, sind: Caprarola im Kirchenstaate, Colombeydenhaut,Daenikon, Feldbach, Frauenthal, Freiburg, Gnadenthal, alle inder Schweiz, Jaen in Spanien, Kalchrcin in der Schweiz,Lima, Lyon, Magdenau in der Schweiz, Mariästein, Mariästcrn,beide im apostolischen Vicariate Dresden, Obcrschönefeld in Baiern,Rathhauscn in der Schweiz, Rom (St. Susanna), Romont in derSchweiz, Seligenthal im Bisthume Regensburg, Wurmspach inder Schweiz u. s. w. Die gcsammte Anzahl der Mitglieder magwohl zwischen 3 bis 400 stehen, da die vier im Umfange BaiernSund Sachsens gelegenen Häuser schon allein über 100 Individuenzählen.
Die Bernhardinerinen von Port-Royal zu Paris, die sich inder Rue de la Bombe (Bombcnstraße) niederlies-en, und von denendie des Port-Royal-de-Champs aus Gründen, die man nicht genug-sam kennt, getrennt sind, wohnen wirklich in der Rue de l'Arbalüte(Armbruststraße) Nro. 25, neben dem königlichen Garten (Jardindu Roi).