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staniön, obgleich flincr Lehre entgegen, haben ihm doch mehr Ge-rechtigkeit widerfahren lassen, als mehrere der katholischen Schrift-steller unsers Jahrhunderts. Luther sagt von ihm, daß er alleKirchenlehrer übcrtreffe; -Bucer nennt ihn einen Gottcömann;Oekolampad lobt ihn als einen Gottcsgelchrten, dessen Urtheilrichtiger sei, als das aller Schriftsteller seiner Zeit. Calvin nenntihn eineis frommen und heiligen Schriftsteller, durch dessen Munddie Wahrheit selbst zu reden scheine. „Mitten in den Finsternissen,sagt Morton, schimmert BernarduS zugleich durch das Licht seinerBeispiele und seiner Wissenschaft." „Wollte Gott, sagt Carletvn,unter vielen Jnvcktivcn gegen den Heiligen, wir sähen jetzt mehrereoder auch nur einen Mann, wie BernarduS gewiß war."
Bernard selbst starb am 20. August 1153 in seinem 63. Lebens-jahre, nachdem er 38 Jahre Abt von Clairvaur gewesen, nachdem er107 Klöster für seinen Orden gestiftet, und 700 Mönche in Clair-vaur um sich versammelt hatte. Sein Leichnam wurde in seinemKloster vor dem Altar der allerscligsten Jungfrau beerdigt. Ale-randcr III. setzte ihn im Jahre 1165 feierlich unter die Zahl derHeiligen.'
Wir mußten, wiewohl mit flüchtigen Blicken, unfern Heiligenauf seiner Laufbahn, die er mitten in der Welt durchlief, begleiten,weil sein Einfluß ans die Welt auch auf den Orden, dem er an-gehörte, rückwirken mußte. Wenn man auch zugiebt, daß das apo-stolische Leben in Cisteanr und dessen Colonicn wieder erneuertwurde, so kann doch diese, übrigens unbestreitbare, Thatsache zurErklärung der allgemeinen Verehrung, die den Orden krönte, alleinnicht hinreichen. Allein in dem bloßen Namen des heiligen Bernar-dus lag gewissermaßen eine Zauberkraft, deren Einflüsse die Mönchenicht widerstehen konnten. Stets wurde mit Cisteanr zugleich derheilige Bernard genannt und die Beziehung dieser beiden Namen
l Vergl. Leben der Väter und Märtyrer nebst anderer vorzüglichenHeiligen, ursprünglich ln englischer Sprache verfaßt von Alban Bntler. Nachder französischen Uebersetznng von Godesrard für Deutschland bearbeitet undsehr vermehrt von llr. Näß, Prof, der Theologie und Direktor im bischöflichenSeminar in Mainz, nnd I)r. Weis, geistl. Rathe und Canonicns am hohen Domin Speier. Mainz 1825, in der Simon Müllcr'schen Buchhandlung. 1l. Bd.S. 253-343.
Etsch, der Mönchsorden. I.
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