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1 (1845)
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Mönche wetteifernd in die Abtei Clairvanr strömten, und daß man,wenn man sogar in weiter Ferne ein neues Kloster errichtete, oderein altes verbesserte, inständig um Schüler des heiligen Bernardbat, welche sich unter seinen Augen zu Clairvanr der Heiligkeit desKlosterlebens gewidmet hatten. So nun drang der Ruf des heiligenBernardus in alle Landen, und wurde von seinen Bewunderern mitRecht gefeiert, und der Cisterzicnserorden verbreitete sich natürlicherWeise mit einer unglaublichen Schnelligkeit. >

Um so nöthiger war cs aber auch, daß an die Stelle deralten, mangelhaften Statuten, die zum Gebrauch eines einzigenKlosters gegeben worden waren, genauere Bestimmungen kamen,welche die verschiedenen Töchter von Cisteanr und ihre Verzweigungendurch ein gemeinschaftliches Band zu einem Ganzen vereinigensollten. Zu diesem Ende entwarf der heilige Stephanus unter dembcsondern Einflüsse des heiligen Bernard, der bereits die Seele desOrdens war, dieUrkunde der Liebe" (tlluirla eorilali«), ohneGlossen und Dispensen, welche eine genaue Beobachtung der Regeldes heiligen Benedikt vorschrieb. Diese Charte aber verdient unsereAufmerksamkeit insbesondere, weil ihr ganz entschieden der Plan zuGrunde lag, ein enges Band um die Klöster zu schlingen, und ihnendie möglichst dauerhaftesten Einrichtungen zu geben. Schon hattenämlich die beinahe monarchische Gewalt, welche der Abt von Clugnyüber die Klöster seiner Kongregation ausübte, einen allzu großenAnthcil an der Macht in die Hände eines Einzigen gegeben, unddie andern Aebte an verschiedenen Orten veranlaßt, sich dem Ein-flüsse der Muttergemeinde zu entziehen: und dies war damals inFolge innerer Entzweiung bereits geschehen. Belehrt durch dieseErfahrung schlug man nun zu Cisteanr einen andern Weg ein, in-dem man die Gewalt des Abtes mittelst einer mehr aristokratischenVerfassung beschränkte.. In den Gcneralkapitcln, welche jedes Jahrregelmäßig gehalten wurden, und auf denen sich alle Aebte ver-sammeln mußten, die sich anders von ihren Klöstern entfernenkonnten, wurden die wichtigsten Angelegenheiten des Ordens vorge-

' Im I. Iltg standen bereits in Frankreich die neuen Klöster Prully,t!a Conr Dien, Bonneval, Mansay, Bvüraz, Cadonin, Dalvne, Savigny,Trvis Fvntaines, Fvntenay, Bellevanr.