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1 (1845)
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der Klosterzucht ihre ursprüngliche Reinheit wieder zu verschaffen,wohl mochte die Congregation Clugny auch die stärksten Fesseln, dieihr anfänglich anserlegt worden waren, abschüttcln, und in ihrenKlöstern erschlafften Sitten Raum gestatten; dennoch hatte sic nichtsvon dem außerordentlichen Rufe verloren, den sie allenthalben genoß.

So groß auch die innen: Unordnungen und die verschwende-rischen Ausgaben waren, in die sic sich stürzen konnte, so hatten dochdie eifrigen Christen des 11. und 12. Jahrhunderts die Congre-gation Clugny so reichlich beschenkt, daß sie in ihren ungeheurenGeldquellen stets Mittel fand, sich den: Volke nützlich zu machen,und daß das Volk in: Genüsse ihrer Wohlthaten seine Schuld durchDankbarkeit und Verehrung bezahlte. Wir wollen hier, obwohl wirweiter oben die Ercmtionen rechtfertigten, zngcben, daß ihre großeAnzahl die Erschlaffung der Aebte und Mönche begünstigte. Danämlich nun einmal das Recht der Bestrafung den Bischöfen abge-nommcn war, so konnten sie ganz den Freuden der Welt, der Jagd,den Spielen, den Schmausereien und den anstößigsten Ausschwei-fungen aller Art um so sorgloser sich hingeben, da der Papst un-möglich davon Nachricht erhalten konnte. Zudem verfuhr der Papstgerade deßwegcn, weil die Mönche sich in den verschiedenen christ-lichen Staaten außerordentlich vermehrt hatten und eine Miliz bil-deten, die in sehr vielen Fällen der Religion nützliche Diensteleisten konnte, schonend mit ihnen und erinnerte sie nur an ihrePflichten. Seine Vorstellungen aber wurden, da er stets nur eineväterliche Stimme vernehmen ließ, gar häufig nicht beachtet. DießBenehmen des Papstes nun, das die Protestanten unverzeihlicheSchwachheit nennen, scheint uns mit den: Siegel der Klugheit be-zeichnet zu sehn. Aber auch noch von einer andern Seite findetdie der Congrcgation Clugny geschenkte Rücksicht ihre Rechtfertigung,nämlich wegen der Sorgfalt und des Eifers, womit man sich inihren meisten Klöstern den Studien widmete. Die Gegner desMönchstandcs, die zum Tadeln der Mißbräuche stets so geneigtsind, müssen zngebcn, daß die Studien dadurch, daß die Mönche,statt strenge in ihre Klöster gebannt zu sehn, sich in der Welt ver-breiteten, vielmehr gewänne:: als verloren; denn ihre trefflichenKenntnisse gewährten, als sie einmal über die Mauern der Klöster