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1 (1845)
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in einer strengen Abgeschiedenheit, und versammelten sich nur zuden eanonischen Stunden. Mehrere Einsiedeleien, welche Alle dievon Camaldoli als den Stammsitz anerkannten, bildeten sich nachdiesem Vorbilde. Eine päpstliche Gutheißung erhob diese Stättenfrommer Zurückgezogenheit zum Orden der Camaldulenserund unterwarf sie der Gerichtsbarkeit des Priors von Camaldoli,welcher General des Ordens geworden war.

Da die Menge der Gläubigen mit eben so großer Bewunderunguls Neberraschung alle Veränderungen und alle außerordentlichenFormen aufnahm, welche das einsame und beschauliche Leben ver-bessern sollten, so hätte es dieser neuen Anstalt, in der man diehärtesten und strengsten Hebungen beobachtete, nirgends an einerfesten Stütze und an schneller Entwicklung gefehlt, wären die Ere-miten selbst ihrer Regel treu geblieben. Allein schon Rudolph(1082), ihr vierter Prior, der unter seinem Gencralate 9 Klösterzählte, sah sich gezwungen, einige Milderungen, hauptsächlich inRücksicht auf die Strenge des Fastens, einzuführen. Vielleicht aberhatte Rudolph, indem er im Schooße seines Ordens das Cönobiten-leben neben dem Eremitenthum ausbildete, zwei Stände unter denCamaldulensern geschaffen, und, indem er das stets gefährlicheBeispiel gab, den eigenthümlichen Charakter der ursprünglichenAnstalt zu ändern, ein doppeltes Element gesetzt, d'essen gleichzeitigeWirkung weniger genügende Ergebnisse hervorbrachte, als die alleinungehemmt wirkende Abgeschiedenheit geschaffen hätte.

Der Orden von Camaldoli, d. i. die Camaldulenser Cönobitcn,welche viele Aehnlichkeit mit den Benediktinern haben, weßhalb sieauch vielfach nur für eine Kongregation der Benediktiner gehaltenund dieweißen Benediktiner" genannt werden, verbreiteten sichbald außerhalb Italiens auch in Frankreich und Deutschland, l und

^ Er zerfiel in die Congregationen 1) von Camaldoli, 2) von St. Mi-chael von Murano, 3) vom Kronberg (blvntis tioronae), 4) von Turin,5) von Großbois bei Paris.

Rudolph, der vierte Prior der Camaldulenser, stiftete zu der KircheSt. Pietro di Luco in Mugello (oder Mucellano) das erste Kloster für Camal-dulenserinnen. Sie trugen Rock und Scapulier von weißem Serge, darüber,gegen sonstige Klostergewohnheit, einen wolleneu Gürtel von derselben Farbe,darüber im Chor eine sehr weite Kutte, und über dem weißen Schleier noch