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in einer Geschichte der Mönchsorden bemerkt zu werden ver-dient. Wir meinen nämlich die Congrcgationcn oder Klostervcrbin-düngen. Waren bis jetzt die Klöster alle vollständig unabhängig voneinander gewesen, so unterwarfen sich nunmehr die, welche die Re-form angenommen hatten, einem regelmäßigen Verbände, so daßsie dem Hauptorte, der Abtei Clugny, einen gewissen Einfluß ansdie übrigen Klöster gestatteten und seine Statuten hinsichtlich derBeobachtung der Regel entnahmen. Diese Verbindung und dieseAbhängigkeit bildete sich allmählig einerseits durch den Umstand, daßdie Klöster, bei denen cs sich um Einführung der Verbesserunghandelte, meistens mit der Regel Clugny's einige Mönche diesesKlosters als Vorbilder aufnahmen, andererseits aber durch die Synv-dalvcrsammlungen der Aebte, wobei der von Clugny stets den Vorsitz
unterbrochen. Denn Pontius regierte so launenhaft, daß er abgesetzt wurde.Ans ihn folgte wieder ein Hugo, der aber zum Glück bald starb, und an seineStelle trat Peter von Montoissier, der Ehrwürdige. Jetzt reute den deponirtenPontius seine Nachgiebigkeit und er war gottlos genug, einen Haufen Banditenzu sammeln. Mit diesen überfiel er Clugny, verjagte die Mönche, die ihnnicht als Abt anerkennet! wollten, und betrachtete Alles als sein Eigenthum. Fürsolchen Frevel wnrde er mit dem Banne belegt, und starb zu gutem Glückebald darauf. Jetzt erst wagte es Peter, seine zerstreuten Mönche wieder znsammeln. Er war ein guter Abt, und auch unter seinem Regimente nahmenZOO Klöster die neue Reform an. Auf ihn folgten keine erwähnenswertheMänner. Im Jahre 1528 trat der erste Commendenabt, der Cardinal I. vonLothringen ans. Zwar eristirten noch regulirte Aebte, wenn auch nur alsBerwalter, allein der schöne klösterliche Geist schwand täglich mehr und mehraus der Anstalt. In den Kriegen mit den Calvinisten mehrten sich natürlichdie Wirren, und es wnrde eine Verbesserung der Observanz und der Gesetze»öthig.
Dem großen Richelieu hatte man es zu danke», daß die damals fast ganzFrankreich umfassende Congregation von St. Maur ihr stolzes Haupt vor demverbesserten Clugny strenger Observanz beugte und fortan unter seiner Ober-hoheit nur eine Congregation von Clugny strenger Observanz mit ihm vereintbildete. Nach Richclien's Tode sogen innere Streitigkeiten über die Wahl derAebte und Beibehaltung der strengen Observanz und über die Vereinigung deralten und neuen an dem Marke Clugny's. Erst mit dem Jahre 1711 endetendiese Wirren, und die Religiösen beider Observanzen hatten ihr gemeinschaft-liches Generalkapitcl.
Die Ordenstracht der Religiösen von Clugny bestand in einem Rock undeinem Scapnlier. Im Chore trugen sie eine große Kutte. Wenn sie ausgingen,waren sie von den Weltpristern nur durch das Scapnlier zu unterscheiden. ImHanse trugen sie nur einen Domino nebst einem Scapnlier.