liebten Sohn für uns dahingegeben hat in die tiefste Ernie-drigung, in die bittersten Leiden und den schmäuchenKreuzestod. Darum sucht uns auch Jesus Zoh. 3 , 16.darauf aufmerksam zu machen. — Was können wir nichtvon der Liebe eines solchen Gottes erwarten, wenn wirseinen uns geschenkten Sohn im Glauben annehmen undvon der Ungerechtigkeit abtreten? Dann können wir mitPaulo den Schluß machen; welcher auch seines eignenSohns nicht hat verschonet, wie sollte er nicht mit ihmuns alles schenken?
Hat uns Gott selbst an seinen Sohn gewiesen, daßwir ihn hören sollen, wie sicher können wir dann aufGottes Gnade rechnen, wenn wir seinem Sohn glaubenund folgen!
Ist Jesus Gottes Sohn, durch den er auch die Weltgemacht, die alle Engel anbcten, der unsrer nicht bedurfte,wie sehr mäßen wir dann so wohl seine als des VatersLiebe bewundern und preisen, daß er uns zu gut denThron seiner Herrlichkeit verlassen hat! Wie sehr verdienter, der Menschenliebende Jesus und der geliebte Soh-n sei-nes Vaters von uns über alles geliebt zu werden!
Wie sehr sind wir verpflichtet an ihm, an seiner Per-son, seinen Reden, Thaten und Leiden unser Wohlgefallenzu haben, da Gott selbst an ihm sein Wohlgefallen hat!
Laßet uns nun aber auch darüber Nachdenken, wie es umunfern Glauben an Zesum als den Sohn Gottes, um unsreLiebe und unsre Folgsamkeit gegen ihn stehe:
Glauben wir an Iesum als den Sohn Gottes von Her-zen? Denn dies ist ganz was anders , als Iesum mit demMunde dafür bekennen und auf das Zeugniß des Evange-liums so obenhin dafür annehmen. Der natürliche Menschmeint, dieser Glaube sey was leichtes; aber so sehr wirdazu verpflichtet sind es auf das Zeugniß Gottes zu glau-ben, so sträubt sich doch der in uns wohnende und vonNatur in uns herrschende Unglaube dagegen und wir be-dürfen des Gnadenbeiständcs des heiligen Geistes, um. eszu glauben. Niemand kann Zesum einen Herrn heißen, ohnedurch den heiligen Geist, sagt daher' Paulus. — Wer durchden heiligen Geist zum Glauben an Iesum als den Sohn