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1 (1828)
Entstehung
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391
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Lobe seiner herrlichen Gnade. Dieser Wunsch, dies Ver»langen müßte uns antreiben alle Tage mit neuem Ernstum die reiche Mittheilung des heiligen Geistes zu bethen,von ihm uns ganz bewirken, regieren und führen zu las-sen. Wie weit blühender würde es dann in der KircheJesu aussehen.

Aber wenn man jetzt die christliche Kirche im Allge-meinen betrachtet; so kommt sie einem mehr vor wie einFeld voll todter Gebeine, als wie ein angenehmer, frucht-barer Lustgarten des Herrn. Man bekümmert sich imAllgemeinen wenig mehr um den heiligen Geist und seine5 Bewirkung, ja statt darnach zu verlangen und darum

^ zu bethen, widerstrebt man ihm und seinen Wirkungen,

wenn man sie nicht gar verspottet und lästert. Darumsiehet man auch fast überall etwas ganz anders triefenI und ausfließen als die köstlichen Gewürze und edlen

^ Früchte des heiligen Geistes, Glaube, Liebe, Demuth rc-,

p siehet die bittern stinkenden Früchte des Unglaubens, der

Gottesvergessenheit, der Ungerechtigkeit, der UnkeuschheitR und aller schlechten Gesinnungen. Offenbar sind die Werkeft des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerey, Unreinig-1 keit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader,Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord,ff Saufen, Fressen und dergleichen. Gal. 5.ff Was unfern hiesigen Kirchengarten, unsere Gemeine

ff betrifft, so hat der Wind des Geistes zwar nicht ganz

H aufgehört in derselben zu wehen und zu wirken, sondern

ft beweiset sich noch dadurch wirksam, daß er noch Liebe zu

A seinem Wort und Begierde es zu hören erhält, daß auch

ff noch zuweilen eine Seele dadurch in heilsame Bewegung

ff gesetzt wird, aus ihrem Sündenschlaf erwacht und anfängt

ff den Herrn Zesum zu suchen, daß er sein Gnadenwerk in

ff den Gläubigen erhält. Aber ach, wie gering ist die Zahl

ff der Erweckten gegen diejenigen, die geistlich todt und un-

^ bekehrt, irrdisch und fleischlich gesinnt sind und bleibem

ff Und wie viele Ursachen haben die wahren Gläubigen

1 unter uns, wenn sie auf den Garten ihres Herzens sehen,

ff beschämt zu seyn vor dem Herrn, daß die edlen Früchte,

ff Gaben und Wirkungen des heiligen Geistes noch so spar-