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1 (1828)
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bei dir, ein starker Heiland z er wird sich über dich freu-en und dir freundlich seyn und vergeben und wird überdir mit Schalle frölich seym Darum bittet sie zuerst umdie reinigende, heiligende, erquickende und fruchtbarma-chende Wirkungen des heiligen Geistes, wenn sie zu ihmstehet: Stehe anf, Nordwind, komm, Südwind, durchwe-he meinen Garten, daß die Gewürze triefen und wendetsich dann zu Jesu, ihrem Seelen-Bräutigam, dem sie gernezur Ehre und Freude seyn will, mit der Einladung: MeinFreund, komme in feinen Garten und esse seiner edlenFrüchte; vergnüge und ergötze sich an den edlen, kostba-nen, geistlichen und himmlischen Früchten, Gaben, Gesin-nungen und Eigenschaften, die sein guter Geist in mir her-rorgebracht hat, und die sie vorhin mit wohlriechendenGewürzen verglichen hatte. Denn alsdann isset der Herrvon den edlen Früchten des Geistes, wenn er sich darüberfreuet und daran ergötzet, wenn er dadurch geehret undgepriesen wird.

Anwendung.

Wie edel, geziemend und löblich, meine Werthen, sinddiese Gesinnungen, Wünsche und Bitten, die hier dergeistlichen Braut Christi, seiner Kirche überhaupt und ei-ner gläubigen Seele insbesondere beigelegt werden. Wieangenehm mäßen sie dem Herrn und seinem Geiste seyn,der ein solches Gebeth um seine kräftigere Bewirkung,das aus so lauteren Absichten geschieht, nicht unerhörtund unerfüllt lassen kann. Billig müßten sich diese Ge-sinnungen und Bitten bei allen Christen, besonders andiesem Feste finden. Unser aller Wunsch und Verlangenmüßte dahin gehen, die kurze Zeit, die wir noch auf Er-den sind, im Dienste Jesu zuzubringen, der um unsert-willen so viel gelitten und gethan, sich so verdient umuns gemacht hat, ihm unsern größten Freund und Wohl-thäter Ehre und Freude zu machen, etwas zu seyn zu