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der Geist Gottes alle dem ersten Keime nach in der Wie»dergeburt in sie gelegt und gepflanzt hat, als die leben»dige Erkenntniß Gottes und ihrer selbst, Büßfertigkeit,Glauben, Liebe, Hoffnung, Geduld, Vertrauen auf Gott,Sanftmuth, Demuth, Welt» und Selbstverläugnung, Auf»richtigkeit und Wahrheit, Keuschheit und Gerechtigkeit,Barmherzigkeit und Freundlichkeit, Friede und Freude,Himmlischgesinntheit und Gottesfurcht, die sonst die Fruchtdes Geistes genannt werden, Gewürze, um dadurch dieKostbarkeit, den Werth, den Wohlgeruch, die Anmuth undNutzbarkeit dieser Stücke anzuzeigen. Denn das ReichGottes, sagt Paulus Rom. r 4 , ist Gerechtigkeit, Friedeund Freude in dem heiligen Geist, wer darin Gott inChristo dienet, der ist Gott gefällig und Menschen werth zoder Gott ein süßer Geruch Christi, wie er sich 2 Cor. 2ausdrückt. Darum wünscht die gläubige Seele, daß dieseGewürze bei ihr triefen oder ausfließen mögen. Sieverkennt den Anfang dieser Gnadengaben des heiligen Gei»stes bei sich nicht, ob sie gleich in dem Grad und Maaß,der Kraft und Reife noch nicht da sind, worin sie die»selbe bei sich zu finden wünscht, sondern begehrt daß siedurch einen reichen Einfluß des , Geistes in ihr belebt undvermehrt werden. Denn dann triefen die Würze, wenndie Gnadengaben des heiligen Geistes in den Gläubigenerweckt, belebt, in Bewegung und Wirksamkeit gesetzt,gestärkt und vermehrt werden, daß sie seine Gedanken, Nei»gungen und Begierden, Worte und Werke durchdringen,in seinem ganzen Wandel ausfließen und bemerkbar sind.So wünschen es wahre Gläubige, sie verlangen durch unddurch geheiliget und getröstet, mit allen Früchten desGeistes und der Gerechtigkeit erfüllt zu werden.
Das begehren sie aber nicht allein um ihrer geistlichenWohlfahrt und ihrer Nächsten Erbauung willen, sondernauch um ihren göttlichen Freund, Bräutigam und HeilandJesum Christum damit zu ergötzen, ihm dadurch Ehreund Freude zu machen. Darum nöthiget ihn die Kirchezu sich: Mein Freund komme in seinen Gartenund esse seiner edlen.Früchte.