Grauen. Manchem, sagt daher Salomo, gefallt sein Wegwohl, aber endlich bringt er ihn zum Tode, und zwar zumewigen Tod, in den Pfuhl, der mit Feuer und Schwefelbrennt.
Den andern Weg nennt David in unserm Texte einenewigen Weg, und versteht darunter den Sinn und dasVerhalten, die Denkungsart und Handlungsweise, die mitdem Wort und Willen Gottes übereinkommt, die nach denVorschriften und Anweisungen desselben eingerichtet ist.Es ist der Weg der Buße, des Glaubens und der Hei»ligung, der zum ewigen Leben im Himmel führt und denunser Heiland Matth. 7. einen schmalen Weg nennt, weilman sich selbst verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen,die vergängliche Lust der Welt fliehen, züchtig, gerecht undgottselig leben muß, wenn man darauf wandeln will. Aberer ist doch ein guter, ewig guter Weg, der von dem ewigguten Gott herrührt uno zu ihm führt in seine ewig se-lige Gemeinschaft. Auf diesem Wege leitet uns die ewi-ge Gnade Gottes und weicht nicht von uns, sondern un-terweiset, bewahret und stärket uns, daß wir darauf ge-trost der Ewigkeit entgegen wandeln können. Auf diesemWege haben wir den heiligen Geist und die heiligen Engelzu Begleitern und alle frommen Menschen aus allen Zeitenzu unscrn Vorgängern. Denn auf diesem Wege sind alleErzväter, Propheten, Apostel und andern Gläubigen, dievor uns gewesen sind, gegangen und haben das Ziel ihrerReise, die ewige Seligkeit in der himmlischen Herrlich»kcit glücklich erreicht.
Der Weg, der uns in Gottes Wort gewiesen wird,der Weg der Buße, des Glaubens und der Heiligung,heißt aber auch ein ewiger Weg, weil man auf diesemWege sein Hauptaugenmerk auf das Ewige richtet unddie Gläubigen bei ihrem Wandel auf demselben in ihrenHerzen viel mit der Ewigkeit zu thun haben-, denn siesehen nicht auf das Sichtbare und Zeitliche, sondern vor-nehmlich auf das Unsichtbare und Ewige, das ist ihnenüber Alles wichtig-, darum lassen sie sich nicht durch denzeitlichen Gewinn und die Ergötzungen der Sünde von diesemWege ablocken, noch durch die zeitlichen Leiden davon zu-