wahres darin enthalten und wir mäßen ihn uns zu Nutze
machen, unsre Fehler zu erkennen und zu verbessern, damitI sie uns wider ihren Willen zum Segen Werdern Noch viel»^ mehr mäßen wir die liebreichen Bemerkungen und Crinne»
s rungen über unsre Fehler und Mängel von wohlmeinen-
den und einsichtsvollen Freunden mit demüthigem und dank»
Besserung zuzunehmen. Das that auch David. Der Ge»rechte, sagt er Pst 141. schlage mich freundlich und strafemich, das wird mir so wohl thun, wie Balsam auf mei»nem Haupte. Denn wer sich gerne strafen laßt, der wirdklug werden, sagt Salomo. Prov. 12. i.
Bei dem Verlangen und Bestreben nach einer richti»gen und immer zunehmenden Selbsterkenntniß muß es unsreAbsicht sein, daß wir von unsern anklebenden Sünden,Schwachheiten und Gebrechen je länger je mehr befreitwerden, sie sorgfältiger ablegen, bekämpfen und vermei»den, hingegen lautrer, aufrichtiger, demüthiger, reiner,heiliger, dem Willen und Bilde Gottes gleichförmigerwerden, wie wir aus dem zweiten Theil unsres Tertes,aus der letzten Bitte Davids: Und siehe ob ich auf bösemWege bin, und leite mich auf ewigem Wege, nächstensausführlicher sehen werden.
Möchten wir denn auch alle aus Liebe zu unserm Heil,zur Befördrung unsrer geistlichen und ewigen Wohlfahrt,aus Liebe zur Verherrlichung Gottes und zur Aehnlichwer»düng mit ihm so begierig wie David nach richtiger Selbst»erkenntniß und Wachsthum in derselben seyn. Das ist jader Hauptzweck, wozu uns Gott auf Erden leben, ausseinem Wort unterrichten und so mancherlei erfahren läßt,das Hauptziel, das wir immer im Auge haben und demwir unermüdet nachjagen mäßen, wie alle Heiligen voruns gethan haben, die nun schon in die Freude - ihres
barem Herzen annehmen, um in der Selbsterkenntniß und
Anwendung.
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