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1 (1828)
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ser Herz nicht sehen, sind parteiisch, bald zu gelinde,bald zu scharf. Darum dürfen wir uns auf unser eigenes !und andrer Urtheil nicht allein verlassen, sondern mäßen Gott !bitten, daß er uns erforsche, prüfe und erfahre, dann !aber auch gewissenhaft darauf merken, was er uns aufunser Gedeih aufdeckt und zu erkennen giebt, um einetreue Anwendung davon zu machen. Gott braucht keinelange und mühsame Untersuchung anzustellen, wenn eruns erforschen und prüfen will, da alles was in uns undan uns ist, auch das verborgenste und geheimste ganzblos und entdeckt vor ihm ist, sondern er erforschet und ^prüfet uns, wenn er uns mit seinem Licht bestrahlt underleuchtet, daß wir uns in demselben genauer und gründ»licher von allen Seiten kennen lernen. Das erbat sichDavid hier von dem Herrn, daß er ihn immer völligermit seinem ganzen Herzen und wie er es meine, mitallen seinen Absichten, Neigungen und Gesinnungen, mitihrer guten und schlechten Beschaffenheit naher bekanntmachen wolle, und seine wiederholten, aufeinander gehäufte ^Ausdrücke »Erforsche mich« »Erfahre mich« »Prüfe mich« ^»Erfahre, wie ich es meine«, zeigen seinen großen Ernst !>und sein starkes Verlangen an, das dem Herrn wohlge- sfällig ist und von ihm erhört wird. s

Er erfüllt aber unsre ernstliche Bitte um vermehrte ^Selbsterkenntniß auf verschiedene Weise. ?

Er bedient sich dazu seines Geistes und dessen er» s

leuchtenden Gnade um uns näher mit uns selbst bekannt Hzu machen. Von ihm sagt unser Heiland: wenn der- »selbe kommt, der wird die Welt bestrafen, oder überzeu- pgen von der Sünde. Ihn nennt er den Geist der Wahr- ssheit und verheißt den Seinen, daß ec sie in alle Wahr» ^heit leiten werde, folglich auch in die richtige Erkenntniß ^ihrer selbst, ohne welche sie die obige evangelische Wahr-heit nicht recht erkennen und zu ihrem Heil anwenden ^

können- Um den heiligen Geist, sein Licht, seine erleuch- ?

lende Gnade mäßen wir darum angelegentlich bitten und ?

auf seine Wirkungen sorgfältig achten, wenn wir zur wah- ;reu Selbsterkenntniß kommen und darin zunehmen wollen. 1Der Geist Gottes bedient sich aber vornehmlich seines ^