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Jesus bewirkt seine Gläubigen zwar durch sein Wortund Geist dahin, daß-sie die Sünden, deren Versöhnungihn so viel gekostet hat, je länger je mehr hassen undfliehen, gegen ihre Versuchungen wachen und bethen, derHeiligung nachjagen und fleißig sind in guten Werken z al-lein wenn jemand unter ihnen aus Schwachheit sündigtund fällt, aber es bereut, wie der gefallne Petrus, so brauchter doch nicht zu verzagen und die Hoffnung zur GnadeGottes aufzugeben. Jesus bleibt sein Mittler und vertrittihn mit seiner Fürsprache bei dem Vater, daß ihm seineSünde vergeben wird auf sein Bekenntniß und Abbitte,wie der Apostel Johannes lehrt r. Joh. i. u. 2., wo erschreibt: »So wir unsre Sünden bekennen, , so ist er treuund gerecht, daß er uns die Sünden vergiebt und reinigetuns von aller Untugend. Meine Kindlein, solches schreibeich euch, daß ihr nicht sündiget. Und ob jemand sündiget,so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, JesumChristum, der gerecht ist, und derselbe ist die Versöhnungfür unsre Sünde.« Seine, durch seinen blutigen Tod amKreuz gestiftete und ewig gültige Versöhnung ist und bleibtder freie, offne Born wider die Sünde und Unreinigkeit,zu dem die Gläubigen alle Tage, mit allen Befleckungendes Fleisches und Geistes, die ihnen wider ihren Willenund zu ihrer Betrübniß ankleben, ihre Zuflucht nehmen undReinigung finden können. Sie sind und bleiben vor Gottangenehm in dem Geliebten.
Welch ein unaussprechlich großes Glück und selige Sa-che ist es daher durch den Glauben zu Jesu gekommen zuseyn z mit solch einem vollkommnen Mittler, beständigenFürsprecher und allgenugsamen Heiland in Bereinigung undGemeinschaft zu stehen! Darin besteht, wie unser Kate-chismus sagt, der einige, wahre Trost im Leben und imSterben. Wüßten und beherzigten dieß die Menschen dochbesser, keiner würde von Jesu Zurückbleiben, sondern jederzu ihm, dem Mittler des neuen Bundes, Hinellen, um dieversöhnende Kraft seines Blutes Hu erfahren, dadurch vorGott gerecht, sein Kind und ein Erbe des ewigen Lebenszu werden.
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