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1 (1828)
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herzlicher Barmherzigkeit und Willigkeit an, verwendetsich für uns im Gerichte Gottes und macht unsre schlim-me Sache gut, indem er von seinem Vater begehrt, daßer uns seine Gerechtigkeit und Verdienste zurechnet,wodurch wir zur Vergebung aller unsrer Sünden, zumFrieden und zur Kindschaft Gottes kommen, uns seinerGnade getrösten und vertraulich mit ihm umgehen können,ihm mit einem willigen und kindlichen Geist gehorchen,erlöset aus der Hand unserer Feinde ihm dienen ohneFurcht unser Leben lang, in Heiligkeit und Gerechtigkeit,die ihm gefällig ist; es unsre Freude seyn lassen, daß wiruns zu ihm halten und unsre Zuversicht auf ihn setzen,bis wir zu seiner nähern Gemeinschaft im Himmel gelan-gen, zu den Geistern der vollendeten Gerechten, die dro-ben in dem himmlischen Jerusalem vor dem Stuhl Got-tes sind und ihm dienen Tag und Nacht in seinem Tempel-

Mit Recht nennt darum Paulus Zesum den Mittler,und zwar den Mittler »des neuen Testaments,« wo-durch er den Bund der Gnade versteht, den Gott inChristo mit den Menschen aufgerichtet hat, und zwar wiederselbe nach der Menschwerdung des Sohns Gottes undseiner vollbrachten Versöhnung unter dem Evangelio ein-gerichtet ist und ohne levitische Gesetze besteht.

Ein Mittler des neuen Testaments heißt unserHeiland, theils weil dieß neue. Testament, dieser Bundder Gnade durch seine Vermittlung aufgerichtet, durchseinen blutigen Tod bestätigt und als Testament befestigtistz theils weil Jesus, seitdem er sich im Fleisch geof-fenbaret hat, die Sache unsrer Versöhnung und Selig-machung ohne alle vorbildende Mittler, wie Mose und dieHohenpriester im alten Testament waren, ganz und alleinin eigner Person führt. Denn das neue Testament, dasin aller Hinsicht vortrefflicher als das alte Testament, derSinaitische Bund, ist, hat auch an Jesu, dem eingebornenSehn Gottes, einen unendlich höhern und vortrefflicher»Mittler, als das alte Testament an Mose und den Hohen-priestern hatte, die nur Vorbilder und Schatten von Je-su waren.

Es gehöret darum unstreitig mit zu den großen Vor»