Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
288
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tes, des Richters über alle, und der Geister der vollen-deten Gerechten gekommen sindz — das alles haben sieihrer Vereinigung mit Christo und seinem Nersöhnblutezu verdanken. Darauf führt sie nun der Apostel zuletzt,um ihnen diesen theuren Heiland und sein Blut destoschätzbarer zu machen, sie desto mehr zur Dankbarkeit undLiebe gegen ihn, zur treuen und festen Anhänglichkeit anihn zu ermuntern. Denn wäre Jesus Christus nicht derMittler zwischen Gott und ihnen geworden, hätte er nichtsein Blut zur Versöhnung ihrer Sünden vergossen, wärensie nicht durch das Evangelium zu seiner Erkenntniß unddurch den Glauben zur Vereinigung mit ihm gekommen: sohätten sie an den angeführten Vorrechten nimmermehr Theilerlangt, sondern wären in ihren Sünden geblieben undzum ewigen Feuer verurtheilt worden, das bereitet ist demTeufel und seinen Engeln. Wie glücklich mußten sie sichdeswegen schätzen und wie sehr sich dem Herrn Jesuverbunden halten, daß er sie geliebet und sich selbstfür sie dargegeben, daß er sie zu sich gezogen und ge-waschen hatte in seinem Blut. Wie ganz mußte das ihrHerz aufs neue für Iesum einnehmen, wenn sie von derBetrachtung ihrer großen Vorrechte und Seligkeiten, wozusie aus ihrem tiefen Elend und Verderben erhoben worden,auf den zurückgeführt wurden, der sie durch sein eignesBlut dazu verholfen hatte. Diesen Zweck wünschte Pau-lus bey allen gläubigen Christen zu erreichen, darum setzteer ihre Vereinigung mit Christo, welche die erste und vor-nehmste, ja die Quelle aller übrigen ist, zuletzt, indem erhinzufügt: Ihr seyd gekommen zu dem Mittlerdes neuen Testaments, Jesu, und zu dem Blutder Besprengung, das da besser redet, dennAbels.

Wie gesegnet würde die nähere Betrachtung und Ent-wicklung dieser Worte seyn, wenn der Zweck des Apostelsan allen Gläubigen unter uns erreicht und noch viele ne-ben ihnen dadurch bewogen würden zu Christo zu kommen,weil dieß der einzige Weg zum Heil ist und die gläubigeVereinigung mit ihm alle die erhabenen und seligen Ver-bindungen nach sich ziehet, die der Apostel in dem Vor-