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drungen fühlte, sic zu ihrer wechselseitigen Glückseligkeitzu bestärken; weil er sie aufgcfordert hatte, für ihn be-sonders fleißig zu bethen, darum wollte er auch nicht un-terlassen, sie mit seiner Lage näher bekannt zu machen,damit sie wüßten, wie sie seiner vor dem Herrn zu ge-denken hätten. Ohne Zweifel werden auch die Christenzu Ephesus nicht weniger Bekümmerniß um Paulus ge-habt haben, seitdem er zu Rom gefangen saß, als diePhilipper, die er deswegen im r- Kapitel seines Briefesan dieselbe, über seinen Zustand tröstete. Und weil Paulusin seiner Gefangenschaft zu Rom Gelegenheit hatte, Wielen" das Evangelium zu verkündigen, die er sorgfältig benutzte,daneben viele Briefe zu schreiben und viele Angelegenhei-ten der christlichen Gemeinen zu besorgen hatte: so konnteer den Ephesern selbst nicht ausführlich schreiben, wie csihm erging; darum sandte er Tychicum, der ihnen dasAlles mündlich sagen würde und dem sie völligen Glaubenbeimeffen könnten.
Dieser Tychicus war, wie sein griechischer Name zuerkennen giebt, kein Jude, sondern ein Heide von Geburt;aber er war bekehrt von den falschen Göttern zu demlebendigen Gott, und war nun kein Fremdling mehr, son-dern ein Bürger mit den Heiligen und ein HausgenosseGottes. Er war schon bei Paulo, als er die christlicheGemeine zu Ephesus stiftete Act. 20, 4. Er war sein be-ständiger Reisegefährte und war auch in seiner ersten Ge-fangenschaft zu Rom bei ihm und wurde von ihm nachColossä gesandt, wie wir aus Col. 4, 7. 8. sehen. Ueberallgedenkt Paulus seiner mit Liebe und Ruhm. Das thuter auch in unserm Texte, worin er ihn einen lieben Bru-der und treuen Diener in dem Herrn nennt, einkurzes, aber reichhaltiges und vortreffliches Lob, das, weilcs aus der Feder Pauli geflossen ist, uns auf die ewigeund über alle Maaßen wichtige Herrlichkeit dieses Mannesim Himmel schließen läßt, wo wir ihn als einen ausge-zeichneten Knecht Christi werden kennen lernen. Dennwenn Paulus ihn einen Bruder nennt, so beschreibt erdamit seine Gemeinschaft an dem scligmachenden Glaubender Christen, wodurch er ein Glied Christi, ein Kind