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1 (1828)
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Und da der Feind sich auch häufig unserer Sinne,Augen und Ohren bedienet, um uns Schaden zuzufügen,unser Herz zu vereiteln, zu beunruhigen, unordentliche Ge»danken, Lüste und Leidenschaften darin zu erregen, so müs-sen wir auch sorgfältig darüber wachen, einen Bund wieHiob damit machen, sie vom Bösen abwenden und davorschließen, sie hingegen gerne zum Guten neigen und dafüröffnen.

Wachen mäßen sie über die Pflichten und Geschäfteihres Berufs) daß sie nicht in Unordnung gerathen, son-dern Alles zur rechten Zeit und auf die rechte Weiseverrichten, damit sie sich keine Versuchungen dadurch be-reiten, sondern ihr Herz dabei in einer guten Stimmungbleibe und zum Umgang mit dem Herrn geschickt sei.

Wachen mäßen sie über Alles, was ihnen Nutzen undSchaden für ihre Seelen gewähren kann, über die Er-mahnungen, Ermunterungen und Gelegenheiten zum Guten,daß sie dieselben treulich benutzen und Segen davon ha»benz wachen gegen die Reizungen und Veranlassungenzum Bösen, daß sie ihnen ausweichen und sie fliehen, soviel sie können. Denn wie unvorsichtig ist es, den Perso-nen, Oertern, Gesellschaften und Gelegenheiten nachzuge»hen, wo man weiß, daß es nichts als Zerstreuungen undSchaden für die Seele absetzt. Fürwahr dies ist unver-antwortlicher Leichtsinn und Untreue, die große Nachtheilebringt. Ein wachsamer Christ begiebt sich nicht ohne Nochan Oerter und in Gesellschaften, wo ein Geist des Leicht-sinns und Verachtung des wahren Christenthums herrscht,wo man nicht davon reden kann, ohne verhöhnt zu werden,wo von Gott nicht geredet wird, als wenn man seinenNamen mißbraucht, wo es nur auf unnützen Zeitvertreib,Zerstreuungen und Lustbarkeiten abgesehen ist. Er wandeltnicht im Rath der Gottlosen, er tritt nicht auf den Wegder Sünder, er sitzt nicht da die Spötter sitzen. Wo eraber nach Amt, Pflicht, Beruf und Liebe unter Weltmcn-schcn sein muß, da ist er behutsam und bethend, damiter sich von der Welt unbefleckt bewahre.