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1 (1828)
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sichet Gott auch vorzüglich auf unser Herz, fordert vorallen Dingen die Uebergabe unseres Herzens an ihn, prü»fet das Herz, beurtheilt unser Thun und Lassen nach dem»selben und heißt daher ein Herzenskündiger und Nieren»Prüfer. Der Feind flehet aber auch vorzüglich auf unserHerz und lauert darauf, daß er es verfinstere und verun»reinige, es leichtsinnig und furchtsam mache, böse Gedan»ken, Begierden und Leidenschaften darin aufregc, odergute Empfindungen und Gesinnungen darin unterdrücke.Ein Christ, der ein herzliches Anliegen für sein Seelen»heil und sein Wachsthum in der Gnade hat, muß, des»wegen nie ferne von seinem Herzen seyn, sondern stetsdarauf Acht haben, was in demselben vorgeht und wiees gestimmt ist, damit nicht unvermerkt etwas Böses undSündliches in ihm aufkomme, damit er die gute Stim»- mung seines Gemüths sorgfältig bewahre und in einerüblen nicht lange fortgehe, sondern sie gleich dem Herrnklage und sich davon heilen lasse. Denn da in demHerzen des Gläubigen so Vieles und Verschiedenartigesvorgeht, da Geist und Fleisch darin zusammen wohnenund wider einander gelüsten, da Gott, sein Wort, Geistund Gnade, aber auch Teufel, Welt und Sünde daraufwirken: so ist es unumgänglich nöthig, daß wir stetsdarüber wachen, damit wir auf der einen Seite die heil»samen Wirkungen Gottes, seines Wortes und Geistes be»merken, ihnen Raum geben und treulich folgen; auf derandern Seite aber auch die Wirkungen des Fleisches, ehesie mächtiger werden, gleich tödten, die bösen Eindrückeder Welt und Sünde auslöschen und die Lüste ersticken,ehe sie um sich greifen, empfangen und die wirkliche Sün»de gebären. Der Herr will sich zu Zeiten seinen Gläu»bigen näher offenbaren, ihnen heilsame Aufschlüsse, Be»lehrungen, Zurechtweisungen, Tröstungen und Erquickun»gen geben, sie besser in Demuth, Geduld und Stille hin»einführen, seine Liebe in ihr Herz ausgießen, sie im Glau»den und Vertrauen stärken, mit mehr Licht, Trost undFrieden segnen; aber wenn sie dann nicht wachend erfun»den werden, sondern zerstreut in ihrem Gemüthe sind, oderes gleich werden, so hindern sic den Herrn, betrüben