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1 (1828)
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Ihr seyd noch in der Gewalt des Satans, in der Obrig*keit derFinsterniß, dem Fluch des Gesetzes und der ewigenVerdammniß unterworfen. Dabei seyd ihr nie und nirgendsicher vor dem Tode. Ihr könnt noch errettet werden ausder Obrigkeit der Finsterniß, aber nicht anders, oder ihrmüßt den Herrn mit anhaltendem Gebeth darum anrufen.Darum suchet doch den Herrn, dieweil er noch zu finden,und rufet ihn an, dieweil er nahe ist. Ach! so Viele bethengar nicht und können daher auch keine geistlichen Gabenempfangen z Andre bethen übel und erhalten daher auchnichts. Suchet die Ursachen davon immer mehr kennen zulernen, die fleischliche Sicherheit und Trägheit, und räumetdiese Hindernisse hinweg. Nahet euch zu Gott, damit ersich auch zu euch nahe.

Ihr aber, die ihr im Kampf und Streit wider dieFeinde eures Heils begriffen seid und gerne immer mehrüber dieselben siegen möchtet, lasset die Ermahnung desApostels ein williges Herz finden und euch nicht vergeblichvorgetragen seyn. Wollet ihr die ganze Waffenrüstung mitSegen und Sieg gebrauchen, wollet ihr reich werden in Gott,an Trost und Hoffnung, Friede und Freude und an allenGaben des Geistes, und Gütern des Heils, so bethet stetsin allem Anliegen, wie alle guten Streiter gethan haben.Es ist das von Gott verordnete Mittel, Alles zu erlangen,was der Herr verheißen hat und was wir zu unserm Heilbedürfen. Das Gebeth bewahrt in guten Tagen vor Leicht»sinn, und in bösen Tagen vor Mutlosigkeit. Es machtuns Gott gemein und seinem Bilde ähnlich. Wie sehr be»dürfen wir Alle dieser Stärkungen, wie sehr schaden wiruns durch Vernachlässigung des Gebeths! Darum lasset unsdie lässigen Hände wieder aufrichten und um die Gabe desGebeths bitten, damit wir immer brünstiger werden imGeiste und täglich Alles aus der reichen Gnadenfülle Got-tes im Glauben dahin nehmen, bis wir ihn droben anseinem Throne anbethen! Amen.