Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
202
Einzelbild herunterladen
 

202

allein vertrauen lehre, ihn aber auch dabei mit Früchtender Gerechtigkeit erfülle, die durch Zesum Christum ge-schehen zur Ehre und Lob Gottes-, ihm zu einem gerech-ten und göttlichen Sinn und Wandel Lust, Weisheit,Muth und Kraft verleihe z daß der Herr ihn auch mit derFertigkeit und Festigkeit im Guten begnadige, die dasEvangelium des Friedens giebt, daß er gewisse Trittethue mit seinen Füßen und nicht strauchle wie ein Lahmer.Er hat den Herrn täglich zu bitten, daß er seinen Glau-ben stärke und ihn als einen Schild gebrauchen lehre, umdie feurigen Pfeile des Bösewichts damit auszulöschen, sieabzuhalten oder doch zu entkräften und unschädlich zu ma-chen z daß er ihn mit dem Helm des Heils schütze unddecke, ihn in der Hoffnung zur Seligkeit befestige und inderselben unter allen Gefahren und Widerwärtigkeiten mu-thiger und getroster mache z ihn aber auch geschickt mache,mit seinem Wort als dem Schwerdt des Geistes die An-fälle seiner Feinde zurückzuschlagen und ihr Reich mit ge-wünschtem Erfolg zu zerstören.

Daneben giebt jeder Tag und jede Vorkommenheit andemselben, jede Beziehung, worin wir stehen, und jede Ver-pflichtung, die wir auf uns haben, Stoff und Anlaß, umdie Mittheilung des Guten und um Abwendung des Bö-sen zu bitten. Zu beiden ist der Herr mächtig,- sein Ver-mögen und starke Kraft ist so groß, daß es ihm nicht aneinem fehlen kann z zu beiden ist er aber auch willig undhat eS in seinem untrüglichen Worte versprochen z abermit dem Beding, daß wir ihn darum bitten, unsere gänz-liche Abhängigkeit von ihm anerkennen und bezeugen, ihnals den Geber aller guten Gaben und Erretter aus allenNöthen ehren. Bittet, sagt er, so wird euch gegeben,suchet, so werdet ihr finden, klopfet an, so wird euch auf-gethan. Rufe mich an in der Noth, so will ich dich er-retten und du sollst mich preisen.

Unser Bitten um Alles, was der Herr verheißen hat,um Alles, was uns heilsam und nöthig ist, um die Mit-theilung des Guten und Abwendung des Bösen, muß aber,wie der Ausdruck »Flehen« zu erkennen giebt, nichtobenhin, flüchtig, lau und träge geschehen, sondern mit