Zustand nicht zu bleiben braucht, sondern noch zu einergegründeten Hoffnung des ewigen Lebens kommen könnt,wenn ihr dem Evangelium gehorsam werdet, seinem Rathfolgt, euch zu Jesu wendet, ihn um die bekehrende Gnadeseines Geistes bittet und euch in der Kraft, desselben mitCrkenntniß, Bekenntniß, Bereuung und Verlaffung derSünde, Jesu ganz ergebet. Darum bitte ich euch, laßteuch dazu bewegen, bleibt nicht länger in eurem hoffnungs-losen Zustand. Beherzigt cs doch, wie traurig und schreck»lich es ist, daß ihr ohne Hoffnung des ewigen Lebensund in der Gefahr des ewigen Todes send.' Zn der W''tist doch nichts beständiges, selbst euer Leben eilt zu Ende,nicht lange mehr, so müßt ihr sterben und ewig verlorengehn, wenn ihr unwiedergeboren bleibt. Ach habt dochMitleid mit euch selbst, laßt doch alle Sicherheit und allefalsche Hoffnung fahren und bemühet euch um eine gegrün-dete Hoffnung zur Seligkeit.
2 ) Viele sind im vorigen Zahre aufgeweckt wordenund haben angefangen, sich zu bekehren, aber nicht damitfortgcfahren, sich nicht ganz von allen Sünden bis zuChristo, zu seiner Gemeinschaft und zum Leben in ihmbekehrt. Sie sind bis an die enge Pforte gekommen,aber haben nicht gerungen, durch sie einzugehen, sondernsind den thörichten Jungfrauen gleich, haben sich von Weltund Sünde wieder verstricken laßen. Sie würden sichbetrügen, wenn sie sich Hoffnung zur Seligkeit machten.Möchten sich diese doch nun ganz bekehren, die Gnade zurWiedergeburt und zum Glauben anhaltend suchen, damitsie eine gegründete Hoffnung zur Seligkeit erlangen, checs zu spät ist.
3) Die dritte Bemerkung ist, daß viele Grund zurHoffnung haben, und es nicht glauben, sondern kleinmü-thig sind und sich darin des Helms nicht recht bedienenkönnen. Gehört ihr zu denen die geistlich arm sind undLeid tragen, so dürft und müßt ihr euch die Seligprei-sungen Jesus zucignen und eure Hoffnung ganz auf dieGnade setzen. Die Hoffnung ergreift auch das schon,das sie noch nicht stehet und besitzt. Durch die Bcrheis-sung ist dem Gläubigen schon das zukünftige Erbe ge-