Nöm. i 5 , io. Dann sollen sie aber auch diesen Helm desHeils, diese Hoffnung zur Seligkeit in ihrem geistlichenStreit beständig gebrauchen, und in aller Noth und An-fechtung sich damit waffnen und aufrichten z wie David that,wenn er sprach: Und ob ich schon wanderte im finsternThal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir'z deinStecken und Stab trösten mich. Ps. 2Z. Was beküm-merst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir ?Harre auf Gottz denn ich werde ihm noch danken, daß ermeines Angesichts Hülfe und mein Gott ist. Ps. 42. Und wieAssaph sagt: wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet,so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost undmein Theil. Ps. 78. Warum wollten Gläubige auch inKreuz und Trübsal ihre Hoffnung fahren lassen? Wissensie doch, daß denen, die Gott lieben alle Dinge zum Bestendienen, daß der Herr seine Heiligen wunderlich führet,aber seine Wege, so wunderbar und widrig sie auch schei-nen , eitel Güte und Wahrheit sind, denen die seinenBund und Zeugniß halten. Läßt doch darum ein Ak-kermann seine Hoffnung nicht fahren, wenn gleich Frostund Reif, Schnee und Regen auf seine Saat fällt, wa-rum sollte dann der Christ in Gefahren und Nöthen seineHoffnung aufgeben? Stehen sie doch alle in der Hand desGottes, der ihnen bis zu einem seligen Ende durchzu-helfen versprochen Hatz nach der Zusage unsers Herrn :Zoh. ro, 28. Niemand wird sie mir aus. meiner Hand rcis-sen. An diese Verheißung sollen sie sich halten und mitder Hoffnung zur Seligkeit sich ausrichten, wie alle Gläu-bigen aller Zeiten gethan haben. Diese Hoffnung wares, die Mosen zu den großen Aufopferungen und Ver-leugnungen stärkte, die den Daniel und seine drei Freun-de unter der Drohung ihrer Feinde, muthig und getrostmachte, daß sie sich lieber in eine Löwengcube und ineinen heißen Fcucrofen werfen ließen, als daß sie dieGnade, Gemeinschaft und Verehrung ihres Gottes arst-geben wollten. Die Hoffnung zur Seligkeit war eS,die Paulum unter allen Drangsalen und bei dem Anblickeines grausamen Todes aufrecht und standhaft hielt. Ichweiß sprach er, an wen ich glaube und bin gewiß, daß
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