Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
140
Einzelbild herunterladen
 

140

T e -x t.

Epheser 6, 16.

So, geliebte Zuhörer, fährt der Apostel Paulus fort,die ganze Waffenrüstung Gottes, womit die gläubigenChristen als gute Streiter Jesu Christi versehen seyn müs-sen, zu zergliedern und Stück für Stück den Christen zuempfehlen. Nachdem er ihnen zuerst die Umgürtung ihrerLenden mit Wahrheit und Aufrichtigkeit angepriesen hat,ermahnt er sie in dem darauf folgenden Abschnitt, den wirheute vor vierzehn Tagen betrachteten, angczogen zu seynmit dem Krebs, dem Brustharnisch der Gerechtigkeit,'derGerechtigkeit Jesu Christi, die durch den Glauben erlangtwird und die Gerechtigkeit des Lebens nach sich zieht, umsich damit zu schützen und zu decken gegen die Anklagenund ängstigenden Beschuldigungen über ihre begangene Sün-de und gegen die Versuchungen und Reizungen zu neuenSünden z so wie er sie auch ermahnt, an ihren Füßen ge-fchuhet zu seyn mit der Fertigkeit und Festigkeit, die dasEvangelium des Friedens giebt, damit sie auch auf dor-nichten Leidenswegen getrost fortgehen und gegen die An-fälle ihrer Feinde fest stehen und laufen können durch Ge-duld in dem Kampf, der ihnen verordnet ist.

Hierauf ruft er ihnen in unserm Texte zu: Vor allenDingen aber ergreifet den Schild des Glau-bens, mit welchem ihr auslöschen könnt alle feu-rigen Pfeile des Bösewichts. Und so rufe ich euch,geliebte Zuhörer, mit dem Apostel vor der Feyex des hei-ligen Abendmahls zu, weil das heilige Abendmahl imGlauben genoffen werden muß, wenn es uns gesegnet seinsoll, und der Bösewicht, der Feind unseres Heils, vor, beiund nach dem Genuß des heiligen Abendmahls durchgän-gig mehr noch wie sonst geschäftig ist, seine feurigen Pfeileauf uns zu werfen, um unsere Gemüther zu zerstreuen,zu verwirren, zu vergiften und zu ängstigen, damit unsdas heilige Abendmahl nicht zum Segen, zur Erquickungund Stärkung werden möge. Wie viel Ursache haben wir