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1 (1828)
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und den Glauben in unserm Herzen wirket, wodurch wirdieser theuren Gerechtigkeit theilhaftig werden, sie als einenKrebs und Brustharnisch anziehen könnenz das uns Fertig»keit und Festigkeit gewähret, die Wege des Herrn standhaftzu gehen, alle Leiden geduldig zu ertragen, alle Feinde undihre Versuchungen muthig zu bekämpfen und glücklich zubesiegen.

Schade, daß das Evangelium des Friedens nicht mehr ge»schätzt, benutzt und in das Herz gelassen wird. Schade, daßsein Gebrauch nicht mehr mit herzlichem Gebeth um die Mit»Wirkung des heil. Geistes begleitet wird, damit es seine heil»same, tröstende, stärkende, heiligende und seligmachende Kraftbesser beweisen könne. Biele schätzen es gering, lesen es we»nig in ihren Häusern und kommen auch selten zum Gehöre des»selben. Manche hören und lesen es zwar öfters und kommendoch nicht zur gläubigen Ergreifung der Gerechtigkeit Christi,noch zum Frieden Gottes und der Seele, werden nicht willigdas Kreuz auf sich zu nehmen und Jesu nachzufolgen, wer»den nicht fest im Glauben und Vertrauen, bekämpfen und be»siegen nicht alle Feinde und Hindernisse ihres Heils, sondernbleiben in ihren Sünden und in ihrer eignen Gerechtigkeit,die sie doch nicht schützen und decken, noch ihnen Trost undgöttlichen Frieden gewähren kann. An den Verheißungendes Evangeliums möchten sie wohl Antheil haben, aber ohne indie Ordnung zu treten, die das Evangelium vorschrcibt, ohnedurch die lebendige Erkenntniß ihrer Sünden geistlich arm,leidtragend, sanft» und demüthig, hungrig und durstig nachder wahren Gerechtigkeit zu werden, ohne sich selbst und dieWelt zu verleugnen, ohne sich in einen ernstlichen Kampf wi»der die Sünde und den Teufel einzulaffen, ohne ChristiSchmach zu tragen und um seinetwillen etwas zu leiden.

Gebt darum dem Evangelium nicht die Schuld, daß esseine heilsame Kraft an euch noch nicht bewiesen hat, sonderneuch selbst, eurer Unachtsamkeit und Widerspenstigkeit, euremUnglauben und Ungehorsam, eurer Welt» und Sündenliebe.Lernt daraus euren elenden und gefährlichen Zustand erkennen,wie ihr dem Zorn Gottes und dem Fluch des Gesetzes, denAnläufen und Versuchungen des Feindes blos steht, weil euchder Brustharnisch der Gerechtigkeit fehlt, der euch dagegen