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Es erinuntert sie, mit Allem was ihren Geist beschwertoder in Furcht setzt, zu Christo ihre Zuflucht zu nehmen,gegen Alles, was sie ansicht und angreift Schutz undHülfe bei ihm zu suchen, ihm jede Noth und Bedräng-niß zu klagen, sich hinter ihm zu verbergen, ihm ihreFeinde vorzuhalten, sich auf seine Gerechtigkeit undStärke zu lehnen und zu stützen. Das Evangelium wei-set sie an, ihre Hoffnung ganz zu setzen auf die GnadeGottes, nicht wie sie dieselbe empfinden, sondern wie siein Gottes Vaterherz ist, und durch Christum offenbaretworden. So lang ein Christ seine Hoffnung und seinenFrieden noch aufseine angenehmen Gefühle und Empfindun-gen, auf seinen Eifer im Gebeth und Dienst Gottes gründet,wird er nicht fest, sondern bleibt einem wankenden Rohrgleich, weil die Empfindungen und Gestalten unseres Her-zes zu oft abwechseln. Aber je mehr eine Seele unterdas Evangelium kömmt, und daraus lernt ihres Glaubensleben, sich allein auf Jesum, seine Gerechtigkeit und GottesGnade in ihm verläßt, desto fester wird sie. Schmecktsie die Freundlichkeit des Herrn, so ist sie froh und dank-bar, schineckt sie sie nicht, so ist sie doch nicht muthlos,sondern hält sich an sein Wort und seinen ewig festen Gna-denbund. Darauf gründet sie sich, er mag sie holdseliganblicken oder sein Antlitz verbergen, er mag sie erquickenoder züchtigen. Hat sie gestrauchelt, es beugt sie tief,aber es macht sie nicht verzagt; denn das Evangeliumlehrt sie, daß sie an Jesu einen Fürsprecher und an seinemBlut einen freien offnen Born hat, wider die Sünde undUnreinigkeit. Auf die Versicherung des Evangeliums:So wir unsre Sünden bekennen, so ist Gott treu und ge-recht, daß er uns unsere Sünden vergicbt, legt sie sichvor ihm nieder, bekennt ihm ihre Sünde, hält um Ver»gebung an und glaubt sie auf sein Wort.
Anwendung.
Theurts Evangelium, das solche herrliche Wirkungenhat, das die Gerechtigkeit Jesu, die allein vor Gott gilt,die uns gegen unsre Feinde schützt und deckt, bekannt macht