nach unserm Herzen, er prüft das Herz und Aufrichtigkeitist ihm angenehm. Darum fordert der Herr auch voratten Dingen die Uebergabc unseres Herzens an ihn undsagt: Gieb mir mein Sohn dein Herz. Denn ist das Herzihm in Wahrheit und Aufrichtigkeit ergeben, hängt es ihmmit Glaube und Liebe an, dann werden auch die Gliederunseres Leibes seinem Dienste geheiligt. Der Feind siehtaber auch vorzüglich auf unser Herz und lauret darauf,daß er es verletze, verfinstere und verunreinige, es leicht»sinnig und furchtsam mache, böse Gedanken und Lüstedarin aufrege oder gute Empfindungen und Gesinnungendarin verdränge. Darum müßen wir. denn auch mitFleiß und Sorgfalt auf unser Herz achten und es behü»ten, in der Einsamkeit und in Gesellschaft, bei Tag undNacht, in Glück und Unglück, in Freude und in Leid;müßen cs uns ernstlich angelegen feyn lassen, daß unserHerz in eine gute Fassung komme und darin erhalten werde;müßen darüber wachen, daß die bösen Gedanken, Neigun»gen und Leidenschaften nicht darin aufkommen und die gu»ten nicht darin unterdrückt werden; müßen uns die Erneue»rung, Reinigung, Beruhigung und Belebung unseres Her»zens durch Gottes Wort und Geist ganz vorzüglich ange»legen seyn lassen; es mit allem Fleiß behüten, sorgfalti»ger als man einen heiligen Tempel, ein schönes Zimmer,ein köstliches Kleid und Möbel bewahret, daß es nichtbesteckt und beschädigt werde; sorgfältiger als man ei»nen wichtigen Schatz behütet daß er nicht geraubet undeinen wohlriechenden heilenden Balsam, daß er nicht ver»dorben werde-
Die alten Soldaten pflegten ihr leibliches Herz, ihreBrust vorzüglich zu behüten, weil das leibliche Herz derGrund und Ursprung des leiblichen Lebens ist, am erstenund auch am längsten lebt und sich bewegt. Durch seineBewegungen wird das natürliche Leben unterhalten undseine Verwundungen sind daher auch die gefährlichsten.Darum hatten die morgenländischen Kriegsleute, eine eige»ne iPaffc, womit sie ihre Brust beschirmten und behü»teten, die sie Krebs oder Panzer und Brustharnisch nann»ten. Ihrem Beispiel sollen gläubige Christen folgen, die