fangen haben. Wie viele sind, die wohl einigen aber nicht,allen Sünden entsagt haben, sondern sich noch von einigenbeherrschen lassen, die sich noch Unwahrheiten und andreAbweichungen von dem Worte Gottes zu gut halten, sieentschuldigen' und rechtfertigen, statt zu vermeiden und zubestreiten, mit denen es nie zur rechten Crkenntniß undBereuung ihrer Sünden, vielweniger zur aufrichtigen Verb-lassung ihres Dienstes gekommen istz die ihr Herz niein Wahrheit und Aufrichtigkeit dem Herrn ergeben haben,sondern bei allem, was bei ihnen vorgegangen ist, wan-kelmüthig, doppelherzig und falsch geblieben sind. Euchkann ich nicht sagen: Seyd getrost und fürchtet euch nicht,denn ihr habt vieles, ja das allerschlimmste zu fürchten, dieHölle mit ihren ewigen Quaalcn. Euch muß ich darumzurufen: Eilet und errettet eure Seele, werdet nüchternaus des Teufels Stricken. Schaffet, daß ihr selig werdetmit Furcht und Zittern. Nahet euch zu Gott, so nahet ersich zu euch, reiniget die Hände ihr Sünder und machetkeusch eure Herzen ihr Wankelmüthigen. Seyd elend,traget Leid und weinet, euer Lachen verkehre sich in Wei-nen und eure Freude in Traurigkeit, demüthiget euch vorGott, so wird er euch erhöhen, suchet den Herrn weil erzu finden ist.
Ach wäre es nicht endlich hohe Zeit, in euch zu gehnund zu bedenken was zu eurem Heil und Frieden dient?Woran kann und muß doch einem vernünftigen Menschen, dernoch einiges Nachdenken und Liebe zu sich hat, mehr gelegenseyn, als daß er nicht verloren werde, sondern das ewigeLeben bekomme? denn was hilft es dem Menschen, so erdie ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an sei-ner Seele? Was ist es doch in der Welt? Wenn es auchköstlich ist, so ist es doch Mühe und Arbeit und endlichNoth und Tod. Legt es doch auf eine wahre Bekehrung,aus wahre Crkenntniß, Bekenntniß, Bereuung und Entsa-gung eurer Sünden, auf eine aufrichtige Uebergabe desHerzens an den Herrn, auf wahren Glauben, auf Ver-gebung der Sünden und Erneurung des Gcmüths in derVereinigung mit Christo an, daß eure Lenden mit Wahr-heit umgürtet werden und ihr gegen eure Feinde stehen