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ihren Kriegen entlehnt ist, und daraus erklärt werdenmuß. Sie trugen bekanntlich ein weites und langes Ober-kleid, das bis auf die Füße herabhing und ihnen bei "derVerrichtung ihrer Geschäfte hinderlich war. Wenn sienun an ihre Berufsgeschäfte giengen, eine Reise antratenoder in den Streit gegen ihre Feinde zogen, so schürztensie das lange Kleid auf, gürteten es mit einem breitenBand, einem Gürtel um ihre Lenden fest, damit es ihnennicht hinderlich war. Dieser Gürtel gab zugleich ihremLeibe Festigkeit und Stärke z so wie er ihnen auch zumSchmuck und zur Zierde gereichte.
Um diese Vortheile im geistlichen Streit zu genießen,sollen die Gläubigen auch ihre Lenden umgürten. DieLenden sind hier ein Sinnbild des Gemüths oder derSeele stammt deren Kräften, Verstand und Willen, Gedan-ken, Neigungen und Begierden, wofür Petrus sie erklärt,wenn er i. Petr, i, io sagt: So umgürtet nun dieLenden eures Gemüths. Und o! wie nöthig ist es, daßunsre Gedanken, Neigungen und Begierden umgürtet, vonallem Eiteln, Unnützen, Unnöthigcn und Sündlichen ab,auf das Nöthige und Nützliche befestigt werden. Dennach! wie ungeschickt sind wir zum geistlichen Streit undSieg, wenn unser Gemüth zerstreut, vereitelt, durch un-zeitige und verkehrte Gedanken, durch irdische Sorgenund unordentliche Leidenschaft zerrüttet, von dem Herrnund dem Einen Nothwendigen abgezogen ist. Wie wenigsind wir dann im Stande die listigen Anläufe des Teufelszu bemerken und abzuhalten, den eindringenden Versuchun-gen Widerstand zu thun und den Sieg darüber zu erhalten.
Der Apostel empfiehlt uns aber nicht allein die Um-gürtung der Lenden unseres Gemüths, sondern weiset unsauch an, womit wir sie umgürten sollen, nehmlich mitWahrheit. Durch die Wahrheit versteht er aber hiernicht das Evangelium, das Wobt der Wahrheit. Diesegöttliche Wahrheit, die lebendige Erkenntniß derselben unddie fleißige Beschäftigung damit, ist zwar unumgänglichnöthig zum geistlichen Streit, aber ihrer wird in d.er Folgeausdrücklich gedacht. Hier mäßen wir deswegen dieWahrheit verstehen, die im.Jnwendigen ist,.die der Un-