ten, so wird dich 'Christus erleuchten. Aber zu den Wie»dergebornen und Gläubigen, die schon von dem Sünden»schlaf und geistlichen Tod in wahrer Buße aufgestandcnsind, heißt es: So stehet nun, oder wie sich Paulus inandern Stellen ausdrückt: Seyd fest und unbeweglich undnehmet immer zu in dem Werk des Herrn, r. Cor. i5.Seyd gewurzelt und gegründet in ihm. Col. 2 . Sonstwerden die Gläubigen in der heiligen Schrift ermuntert,fortzugehen, zu laufen, aufzufahren, hier aber zu stehen.Im leiblichen läßt sich das nicht mit einander verbindenund zu gleicher Zeit thun, aber wohl im geistlichen. Denndiese Worte drücken nur verschiedene Wirkungen des Glau»bcns aus, die bei einander seyn können und müßen. Weilsie wachsen und zunehmen müßen in der Gnade und Er»kenntniß Jesu Christi; so werden sie ermuntert fortzugehenvon Kraft zu Kraft. Weil es ihnen obliegt die Gebote desHerrn ohne Trägheit und Aufschub, mit Munterkeit undFreude zu erfüllen, so wird ihnen das Laufen anbefohlen;und weil sie ihren Wandel im Himmel führen und juchenmüßen, was droben ist, da Jesus Christus ist, so wirdvon ihnen gesagt: daß sie auffahren mit Flügeln wie dieAdler. Wenn es nun in unserm Texte zu ihnen heißt:So stehet nun, so fordert der Apostel zweierlei) vonihnen, zuerst stete Bereitschaft zum geistlichen Streit, dem»nächst Tapferkeit und Standhaftigkeit darin.
i) Bon einem guten Kriegsmann wird gesagt: daß erstehe, wenn er zum Kampf gefaßt ist, sich auf den Feindbereit hält und ihn mit getrostem Muth abwartet; wenner im Stande ist und sorgfältig bleibt, den Feind mit glück»lichem Erfolg anzugreifen, oder dessen Angriffe zurückzu»schlagen und seine Bemühungen zu vereiteln. So soll auchein Christ, ein Streiter Jesu Christi stehen. Weil er allent»halben mit listigen und mächtigen Feinden umgeben ist, dienicht aufhören ihn anzufechten und seiner Seele zu schadensuchen; so hat er nöthig stets auf seiner Hut zu sein undin Bereitschaft zu stehen, ihnen Widerstand zu leisten, daßer nicht unversehens von ihnen überwältigt werde; zu wa»chen und zu bethen, daß er nicht in Anfechtung falle.Denn sich dann erst besinnen und zum Streit bereiten