Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
96
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durch die Sünde in die Gewalt des Satans gekommensindz aber sie eignen diese Wahrheit, die sie im allgemei-nen gelten lassen, nicht auf sich zu und nehmen es nicht zuHerzen wie schrecklich und verderblich diese Gewalt desSatans ist. Sie sollten damit auf sich kommen und den-ken: So elend und gefährlich sieht es mit mir aus. Siesollten sich dadurch zu Jesu dem allmächtigen Erlöser Hin-treiben lassen und bethen:

Ich gefangner, armer ich!

Wer reißt mir das Netz in Stücken?

Fels des Heils, erbarme dich.

Hilf mir aus der Hölle Stricken!

Aber das thun sie nicht. Bei dem Hellen Lichte desEvangeliums bleiben sie in der Finstcrniß, so daß Satansein Werk in ihnen ungehindert sortsetzen kann und sienicht zur Erkenntniß ihres elenden Scelenzustandes kom-men und nüchtern werden aus des Teufels Stricken. Wiewollten sie wider ihn streiten, da sie es mit ihm haltenund seinen Willen Hern thun, in die Versuchungen hinein-laufen und sich wohl gar als Werkzeuge des Satans beiandern brauchen lassen, die Finsterniß mehr lieben als dasLicht, weil ihre Werke böse sind?

Es ist aber mit keiner Zunge auszusprtchen, wie be-trübt euer Zustand ist, so lange ihr in der Gewalt derhöllischen Fürsten seyd und von ihnen durch die Sündebeherrscht werdet. Ihr seyd dabei Kinder des Zorns,liegt unter dem Fluch des Gesetzes und habt ewige Ver-stoßung von Gottes Angesicht, Ausschließung von allerSeligkeit zu befürchten, seyd täglich in Gefahr durch denTod hinunter zu stürzen in die Hölle unter die bösen Gei-ster, woraus keine Errettung ist. Jetzt werdet ihr frei-lich wenig oder nichts gewahr von dem Elend und Ver-derben, worin euch eure Feinde duxch Sünde und Jrthumstürzen, weil sie euch verblendet haben, aber wie wollt ihrbestehen, wenn der böse Tag kommt, der Tag des Todesund des Gerichts? womit waffnet ihr euch gegen diesenTag und diesen König der Schrecken? Mit euren Werken