Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
92
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len werden, denn der Streit, den sic hier in der Nach»folge Christi zu streiten haben, ist geistlich und so sind auchihre Waffen. Die Waffen unserer Ritterschaft sind nichtfleischlich, sondern mächtig vor Gott, sagt Paulus 2. Cor.io, 4. Zu diesen Waffen gehören alle Mittel und Gabender Gnade, das Wort Gottes, gegründete Erkenntnis; undLiebe desselben, Aufrichtigkeit des Herzens, Gerechtigkeit,Glaube, Liebe, Hoffnung, Demath, Geduld, Wachsamkeitund Gebeth. Diese Waffen, die Paulus in der Folgenäher beschreibt, weswegen wir uns auch jetzt nicht längerdabei aufhalten, nennt er Waffen Gottes, weil Gottsie den Gläubigen verordnet, angewiesen und geschenkt hat,weil sie in seiner Sache, zu seiner Ehre und zur Aus»breitung seines Reichs gebraucht werden, und er den rech-ten Gebrauch derselben mit Segen und Sieg begleitet,wie die Waffen der Kinder Israel auf ihrer Reise nachCanaan, so daß Mose ihnen schreiben konnte: Wohl dirIsrael, wer ist dir gleich? 0 Volk, das du durch denHerrn selig wirst, der deiner Hülfe Schild und dasSchwerdt deines Sieges ist. Deinen Feinden wird esfehlen, aber du wirst auf ihrer Höhe einhertreten 5 .Mos. 33 , 29.

Wie begierig müßten daher Gläubige seyn, so einevortreffliche und siegreiche, von Gott verordnete, geschenkteund gesegnete Waffenrüstung je länger je besser anzuzic-hen und nach allen ihren Theilen zu gebrauchen z darumruft ihnen auch der Apostel zu: ziehet den Harnisch, ei-gentlich die ganze Waffenrüstung Gottes an, denn alleTheile derselben gehören zusammen und mäßen beisammenseyn, daß ein Mensch Gottes fey vollkommen, zu allemguten Werke geschickt, und seinen listigen Feinden keineBlößen gebe. Ist Davids Auge und Keuschheit nichtbewaffnet, sogleich fällt ihn .der Feind von dieser Seitean. Ist Petrus nicht mit Demuth und Vorsichtigkeit be-waffnet, ohne Verzug benutzt der Feind seine Blöße undSchwäche. Wie nöthig ist es darum, daß die Gläubigenmit der ganzen Waffenrüstung Gottes stets versehen sind,weil der Feind auf Alles an ihnen sein Augenmerk rich-tet bei feinen listigen Anläufen. In Ansehung ihrer Seele