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1 (1828)
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thun obliegt, haben wir aus dem vorigen Abschnitte ge-sehen. Daneben sind sie allen und jedem Menschen eingutes Beispiel schuldig und verbunden ihnen durch einegeheiligte Erkenntniß und einen gottseligen Wandel vorzu-leuchten, alle gläubigen Christen brüderlich zu lieben, undin der brüderlichen Liebe die allgemeine darzureichen, selbstihre Feinde zu lieben, versöhnlich, friedfertig, bescheiden,verträglich, langmüthig, geduldig, freundlich, dienstfertigund barmherzig zu sein.

Wie viele geistige Kraft und Stärke des neuen Men-schen wird zu dem allem erfordert.

2 ) Sie haben aber nicht allein viel zu thun, sondernauch viel zu leiden. Sie haben viele äußere, häuslicheund leibliche Leiden mit andern Menschen gemein. Dane-ben haben sie noch viele Leiden und Prüfungen als GliederZesu Christi, ihres durch Leiden vollendeten Haupts undHerzogs der Seligkeit. Sie müßen in seine Leidensge-meinschaft treten, ihr Kreuz auf sich nehmen, wenn sie ihmNachfolgen wollen, seine Schmach tragen und durch vielTrübsal in das Reich Gottes eingehen, Unrecht, Spott,Verachtung und Verfolgung leiden. Wie viel Stärke ge-hört dazu nun, dies alles mit Geduld, Standhaftigkeit undgetrostem Muth zu ertragen?

3) So wie gläubige Christen viel zu thun und zu lei-den haben, so haben sie auch viele mächtige und listigeFeinde zu bekämpfen und zu überwinden, die ihnen nachder Krone stehen, die unermüdet beschäftigt sind, sie inder treuen Ausrichtung ihrer heiligen Pflichten, und in dergeduldigen Ertragung ihrer Leiden zu hindern und zumGegentheil zu versuchen.

a) Bekämpfen und überwinden müßen sie ihre verderbteNatur, ihr böses Fleisch, das wider den Geist gelüstet,das voll Eigenliebe, Stolz, Unglaube, Mißtrauen, Wollustund Rachgierigkeit ist, dessen Geschäft es ist, allerley böseGedanken, Lüste und Leidenschaften in ihnen zu erregen,sie vom Guten abzuhalten, sie darin träge und müde zumachen, chingegen sie zur Sünde zu locken und zu verführen.

lr) Bekämpfen und überwinden müßen sie auch die Welt,die im Argen liegt und durch Augenlust, Fleischeslust und