Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
71
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und selige Bestimmung glücklich zu erreichen. Denn da»zu haben sie Vieles zu thun und zu leiden, zu bekämpfenund zu überwinden.

i) Sie haben, viel zu thun. Hohe, heilige, wichtigeund schwere Pflichten liegen ihnen in ihrem Stand undBeruf gegen Gott, gegen sich selbst und ihren Nächsten ob.

a) Sie sind schuldig Gott ihren Schöpfer, Erlöser undWohlthäter mit Leib und Seele zu preisen, ihn von gan-zem Herzen zu lieben, zu fürchten und zu ehren, seinenWorten zu glauben und ihr Vertrauen auf ihn zu setzen,sich an ihn, den sie nicht sehen, zu halten, als sähensie ihn, vor seinem Angesicht zu wandeln und fromm zusein, ihn im Geist und in der Wahrheit anzubethen, dieOpfer des Lobs und des Danks ihm zu bringen; sich auchin widrigen Schickungen unter seiner gewaltigen Hand zudemüthigen, und seine Wege ihren Augen Wohlgefallenzu lassen, alle ihre Sorge , auf ihn zu werfen, mit Demuth,Geduld und Zuversicht auf ihn zu harren und zu erwar-ten, daß er alles zu ihrem Besten lenken werde, kind-lichen Gehorsam gegen seine Gebote zu beweisen und eheralle Kreaturen zu übergeben, als im geringsten wissentlichwider seinen Willen zu thun.

k>) In Ansehung ihrer selbst und ihrer eignen Wohl-fahrt liegen ihnen auch viele hohe und heilige Pflichten ob.Sie müßen ihren Beruf und Erwählung fest machen,mäßig, keusch und züchtig leben, ihr Fleisch kreuzigensammt seinen Lüsten und Begierden, an der Reinigungihres Herzens und der Veredlung ihrer Gesinnungen fort-arbeiten, der Heiligung nachjagen in der Furcht desHerrn und erfüllet werden mit Früchten der Gerechtigkeit,ablegen die Sünde, die ihnen anklebt und sie träge macht,zu laufen mit Geduld in dem Kampf, der ihnen verordnetist, sich selbst und die Welt verleugnen, ihres MuthesHerr seyn, trachten nach dem, das droben ist und nichtnach dem, das auf Erden ist.

e) Wie viel haben sie auch als Christen nach dem Wortdes Herrn in Ansehung ihres Nächsten zu thun. Wasihnen als Kindern und als Aeltern, als Knechten und Mäg-den, als Herren und Frauen von Gott befohlen ist und zu