Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
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Leidens und Sterbens, die Erquickungen und Tröstungendes heiligen Geistes, das Evangelium, diese lautre, näh»rende Milch der Wahrheit. Alle besitzen sie einerlei Gü»ter, sind Erben eines Reichs und einer Seligkeit. Ausdiesen Ursachen sind alle Gläubigen, wie verschieden ihräußerer Stand in der Welt auch sein mag, Brüder undSchwestern in dem Herrn z sind daher auch verbundensich mit mehr als allgemeiner Liebe, sich mit brüderli»cher Liebe zu lieben und zu begegnen, wechselsweise, wosie können und mögen, ihr Bestes zu befördern. Wennnun Paulus die gläubigen Christen anrufet, »meine Brü»der,« so sind das bei ihm nicht leere, sondern bedeu»tungsvolle Worte z so thut er es, sie an seine zärtlicheLiebe gegen sie zu erinnern und seiner Ermahnung destowilligere Befolgung zu verschaffen, weil sie durch seineAnrede einen neuen Beweis empfingen, daß sie aus Liebegegeben wurde und zu ihrem Besten abzweckte.

ii. T h e i l.

Die Ermahnung selbst ist in den Worten enthalten:Seyd stark in dem Herrn und in der Machtseiner Stärke. Seyd stark ruft er ihnen zu, odereigentlich, werdet stärker. Um diese Aufforderung destobesser zu verstehen, mäßen wir folgende 4 Stücke nähererwägen, 1. Woran die Christen stark werden müßen.2. Warum es ihnen höchst nöthig ist. 3 . In wemsie es werden können, und 4. Was dazu von ihnengeschehen mäße.

I. Dasjenige, woran gläubige Christen stark und im»mer stärker werden müßen, ist das geistliche Leben, derinwendige neue Mensch. Dieß sehen wir aus demvorhergehenden 3 . Kapitel, wo Paulus den Ephesernschreibet: Ich beuge meine Kniee gegen den Water unsersHerrn Jesu Christi, der der rechte Vater ist über alles,was da Kinder heißet im Himmel und auf Erden, daß