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im Glauben begehren und annehmen, ihm huldigen undden Eid der Treue schwören, dem Dienst der Sünde ganzentsagen und uns Jesu aufrichtig ergeben und unterwerfen,um durch ihn aus der Gewalt des Satans, von derSchuld und Strafe, der Macht und Herrschaft der Sün-de erlöset, mit Gott versöhnt, zu seinem Bilde erneuert,zu seiner Gemeinschaft und Verherrlichung tüchtig zu wer-den, haben wir kein Theil an der Erlösung, die durch ihngeschehen ist, wir bleiben in unfern Sünden und gehndarin verloren, unsre Verdammniß wird desto gerechterund schwerer, je länger und öfter uns die Erlösung durchChristum vergeblich angeboten ist.
Aber wenn wir bußfertig und gläubig zu ihm kom-men, ehrerbietig unsre Kniee vor ihm beugen, uns ihmaufrichtig zusagen und zuschwören, dann finden wir auchAlles in ihm, was zu unserm Heil vonnöthen ist, kommendazu, daß wir freudig sagen und rühmen können: Indem Herrn haben wir Gerechtigkeit und Stär-ke z in welchen beiden Stücken Alles enthalten ist, was zuunsrer Erlösung und Seligkeit erfordert wird, wodurch un-fern Mängeln abgeholfen werden kann. Denn wenn wir zumheilsamen Nachdenken über uns kommen und herzliches An-liegen für unser Seligwerden bekommen, dann finden wirzwei Hauptmängel, die uns sehr bekümmern, weil sie unsüberzeugen, daß wir in uns selbst verlorne und hülstoseSünder sind. Der erste Mangel ist, daß wir keine Ge-rechtigkeit in uns haben, die vor Gott bestehen kann, son-dern lauter Sünden, die uns fluchwürdig, strafbar undverwerflich vor Gott machen. Der zweite Mangel ist,daß wir auch in uns keine Kraft haben, uns aus unsremElend und Verderben zu erretten, die Hindernisse undFeinde unsrer Seligkeit zu besiegen.
Aber beiden Mängeln wird bei denen abgeholfen, diesich heilsbegierig zu Christo wenden, sie finden in ihmGerechtigkeit und Stärke. Eine Gerechtigkeit, diedurchaus vollkommen ist und sie vor Gott gerecht macht,ihre Blöße bedeckt, Sünde, Fluch und Strafe wegnimmt,die Kindschaft Gottes, seinen Frieden und das Recht zumewigen Leben gewährt. Denn Gott hat seinen Sohn,