Vaters. Darum nannte er ihn auch seinen lieben Sohn,an dem er Wohlgefallen hatte.
3) Wenn er sagt: Ich habe den Herrn allezeit vor Au»gen, so will er fürs dritte damit sagen, daß er sich in Al-lem nach dem Borbilde, Wort und Willen seines Vatersrichte. Es war seine Speise, seine Lust und Freude, seinLeben und Bestreben, zu thun den Willen dessen, der ihngesandt hatte. Daß des Herrn Segen, das Wort sei-nes Vaters durch ihn erfüllt würde, war seine Hauptsor-ge. Er that und litte alles, was darin von ihm alsdem Messias vorher verkündigt war und gefordert wurde.
4 ) Wenn er sagt: Ich habe den Herrn allezeit vorAugen, so will er endlich damit sagen, daß er ihn auchzum Gegenstand seines Vertrauens erwählt habe und seineZuversicht auf ihn setze.
In dem Allen, geliebte Zuhörer, hat uns Jesus einBeispiel gegeben, daß wir thun sollen, wie er gethanhat. Wir sollen auch den Herrn allezeit vor Augen ha-ben, uns an ihn gewöhnen, uns ihn überall nahe und ge-genwärtig vorstellen, überall seiner eingedenk sein, Allesals vor seinen Augen thun und es unsre Freude sein lassen,daß wir uns zu ihm halten. Seine Ehre, Gunst, Gnadeund Gemeinschaft über Alles suchen, nach seinem Wort undWillen uns in Allem richten, sein Wohlgefallen höher schäz»zen als das Wohlgefallen der Menschen und ihm zum Ge-genstand unsres Vertrauens machen.
Dies liegt allen Christen in allen Ständen ob, undmacht unser ganzes Leben zu einem beständigen Gottes-dienst. Dieß empfiehlt darum auch Paulus den Knechtenund Herren bei den Pflichten, die er ihnen verschreibt,um des Herrn willen sollen jene gehorsam und diese ge»lind seim Sie sollen sich als Knechte Jesu Christi an-sehen und betragen, in ihrem Stand und Beruf den Wil-len Gottes von Herzen und mit gutem Willen thun, ihmdienen und leben, damit sie sein Gericht nicht zu scheuenbrauchen, sondern auf seinen Gnadenlohn rechnen können,wie wir in dieser Stunde näher sehen werden-
Gebeth: Herr Jesus Christus, wir Alle, die wir aufdeinen Namen getauft sind und uns zu deiner Lehre be-