Druckschrift 
2 (1852)
Entstehung
Seite
306
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Ist ins Herz die Liebe ihr gedrungen,

Weinend ist sie ihm ans Herz gesprungen.

Hochzeit jubelt dort im Edelhause,

Offen, mit Gepränge und GebrausesHier im Hüttlein still und schlicht, allein,Kaum belauscht von einem DämMerschein,Welchen durch der Scheiben trübe BlendenSterne nach dem Erdenhimmel senden.

Hochzeit feiernd, hat im Haus die StilleMit dem Dunkel traulich sich verschwistert,Nur das Stroh des Lagers, wenn es knistert,Spielt Musik, und zirpend eine Grille.

Vieles wird mit Worten süß begonnen,

Und vollendet in des Kusses Wonnen.

Und vorüber braust an Wort und KußDraußen durch die Nacht der wilde Fluß.

Nur zuweilen ruhn und horchen beideNach der Marosch ungestümen Wellen,

Wie einst von der ParadiesesweideAufgelauscht das Wild den Tigrisqnellen.