ehrlichen Fleiß verschaffen könnten; allein dies ist ein verzeih-licher Jrrthum, in Vergleich»»!; mit dem unserer Vorfahren,die den Angeklagten und den Ucbcrwiescncn in eine und die-selbe Klaffe stellten, und den Angeschuldigien vor der Fällungdes Urtheils auf eine Art behandelten, die an und für sichselbst schon eine strenge Bestrafung der anerkannten Schuldgewesen sein würde. Damian wurde daher ungeachtet seinerhohen Geburt und seines ausgezeichneten Ranges gleich denschrecklichsten Verbrechern mit schweren Fesseln belastet und mitder gröbsten Nahrung gespeist. Seine einzige Erleichterungbestand darin, daß cs ihm gestaltet war, dem Gefühle seinesUnglücks in einer einsamen Zelle nachzuhängen, deren kläg-liches Gerälh aus einem armseligen Lager und einem zerbro-chenen Tische und Stuhle bestand. Ein Sarg — und seinWappen war darauf gemalt — stand in einer Ecke, um ihnan sein nahendes Schicksal zu mahnen; in einer andern Eckebefand sich ein Crucifir, um ihm zu Gemüthe zu führen, daßes eine Welt außer derjenigen gebe, die sich bald auf immerfür ihn verschließen werde. Kein Laut konnte in die eiserneStille seine Gefängnisses dringen — kein Gerücht, sein eige-nes Schicksal oder das seiner Freunde betreffend. — Angeklagt,im offenen Aufruhre gegen den König und mit den Waffenin der Hand ergriffen worden zu sein, war er dem Kriegü-gesetze anheim gefallen, und konnte selbst ohne ein Verhör-ingerichtet werden. Auch sah er keinem milderen Ende sei-ner Gefangenschaft entgegen.
Diese melancholische Wohnung war ungefähr einen Monatlang DamianS Aufenthaltsort gewesen, als sich seine Gesund-heit, die durch seine Wunden sehr gelitten hatte, so sonderbardies auch scheinen mag, allmählig zu bessern begann. Dieswar entweder eine Folge der mäßigen Kost, die ihm gereicht