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vergesse ich Alles, außer daß Ihr errettet wurdet, und hierin Ehre und Sicherheit seid. Gebt daher zu, daß ich ausdiesem Schloße irgend wo anders hingebracht werde. Ichbin in keiner Art Eurer fernern Sorge würdig, da ich nichtmehr über die Schwerter Anderer gebieten kann» und fürjetzt ganz unfähig bin, das Meinige zu ziehen."
„Und wenn Ihr edelmüthig genug seid, edler Ritter, inEurem Unglück an mich zu denken, könnt Ihr dann wohl au-nehmen, daß ich vergessen werde, wo und für wen Ihr dieseWunden empfingt? Nein Damian, sprecht nicht von Entfer-nung — so lange noch ein Thurm von Karse soloureusssteht, sollet Ihr Schutz und Schirm in diesem Thurme finden-Dieß würde, ich bin es überzeugt, der Wunsch und WilleEures Oheims sein, falls er sich selbst hier befände."
ES schien, als ob Damian einen plötzlichen Schmerz anseiner Wunde empfinde, denn die Worte: „Mein Oheim" wie-derholend, kehrte er sich plötzlich um, und wandte sein Gefichtvon Evelinen weg. Dann erwiederte er, sich wieder fassend:„ach, wüßte mein Oheim, wie schlecht ich seine Vorschriftenbefolgt habe, er würde, statt mir in diesem Hause Schutz zugewähren, gebieten, mich von den Zinnen desselben hinab-zustürzcn."
„Fürchtet seine Unzufriedenheit nicht," sagte Eveline, sichwiederum zum Weggehen anschickend, „sondern sucht durchruhige Fassung die Heilung Eurer Wunde zu befördern, dennich zweifle nicht, daß Ihr lange vor der Rückkehr des Con-stabels im Stande sein werdet, die Ordnung in seinem Ge-biete wieder herzustellen."
Sie erröthete, als sie die letzten Worte sprach, und ver-ließ schnell das Zimmer- Als sie in ihr Gemach zurückgekehrtwar, entließ sie ihre übrigen Dienerinnen, und behielt nur