daß die Trompeten zum Aufbruche blasen — zum Ausbruche,und Ralph Gcnvil soll mein Banner tragen. Zu Pferde!
— wir haben keinen Augenblick zu verlieren."
Der verwundete Ritter machte einige Versuche, sich auf-zurichten, allein in seinem kraftlosen Zustande war es Amelotein Leichtes, fie zu vereiteln. »Du hast recht," sagte er, inseine vorige liegende Stellung zurückstnkend, — „du hast recht
— ich bin schwach — allein warum sollte die Kraft zurück-bleiben, wenn die Ehre verloren ist!"
Der unglückliche junge Mann bedeckte sich das Gesicht mitden Händen, und seufzte in tiefem Schmerze, der mehr derSeele als dem Körper anzugchören schien. Unsicher» Trittesnäherte sich Lady Eveline seinem Lager, etwas fürchtend, dassie selbst nicht kannte, doch ernstlich wünschend, ihre Theil-nahme an den Leiden des Kranken an den Tag zu legen.
„Was bedeutet diese sonderbare Erschütterung, Herr Rit-ter," fragte Eveline mit einer Stimme, die, anfangs schwachund zitternd, allmählig mehr Festigkeit und Kraft erhielt. „Kannes Euch, die Ihr zur Fahne der Ritterlichkeit geschworen habt,so sehr kränken, daß der Himmel zweimal schon durch EureHand die unglückliche Eveline Verenger gerettet hat."
„O, nein, nein!" rief er hastig aus; „seit Ihr gerettetseid, ist Alles gut; allein die Zeit drängt mich, es ist noth-wendig, daß ich augenblicklich von hier aufbreche, — nirgendssollte ich mich jetzt verweilen; am allerwenigsten aber in die-sem Schlosse; — noch einmal Amelot, befiehl ihnen, daß fiesogleich ausfitzen."
„Nein, mein guter Herr," sagte die Jungfrau, «das darfnicht geschehen. Als Eure Mündel kann ich meinen Vormundnicht so schnell abreisen lassen, — als Arzt kann ich meinem