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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
389
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Vorhabens erhalten hat; auch haben sie bei solchen Gelegen-heiten niemals die Gebirgspässe lange durchzogen, ehe siesahen oder hörten, daß Lady Eveline in der Nähe war."

Dieß ist mir nicht entgangen," sagte Rosa,und meineGebieterin hat sogar schon ihr Mißfallen über die Genauig-keit und Sorgfalt, mit der Damian alle ihre Bewegungenzu erforschen sucht, so wie über dienstbeflissene Pünktlichkeit,mit der er sie bewacht, ausgedrückt. Doch hat der heutigeTag bewiesen, daß die Wachsamkeit von Nutzen sein kann,und da sie bei solchen Gelegenheiten niemals zufammentrafen,sondern stets in einer Entfernung blieben, die jede Möglich-keit einer Unterredung ausschloß, so hätten sie, glaube ich,dem Tadel des geschärften Argwohns entgehen wollen."

Ach Tochter Röschen," erwiederte Wilkin,man kann zu-weilen die Vorsicht so weit treiben, daß sie Argwohn erregt.Warum stehen, sagen die Krieger, diese Beide in einem sobeständigen und doch so sorgfältig verborgenen Einverständ-nisse? Warum find sie einander so nahe, und treffen dochniemals zusammen? Wären sie bloß der Neffe und die Brautdes Oheims, so würden sie ohne Bedenken öffentlich miteinander zusammen kommen, und sind sie andererseits zweigeheime Liebende, so hat man Ursache, zu glauben, daß sieihre geheime Zusammenkunftsörter zu finden wissen, ob sieschon Verstand genug besitzen, sie zu verbergen."

Jedes Wort, das Ihr sprecht, mein Vater, vergrößert dieunumgängliche Nothwendigkeit, daß Ihr den verwundetenJüngling in Euer Haus aufnehmet. Mögen die Uebel, dieIhr fürchtet, auch noch so groß sein, immerhin könnt IhrEuch darauf verlassen, daß Ihr sie nicht vermehren werdet,wenn Ihr ihm und einigen wenigen seiner treuen BegleiterEure Thüre öffnet."