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veranlaßt hat, verbittert mir mein Unglück. Antwortet mir,theurer Vetter, und laßt mich hoffen, daß die Wunden, dieIhr erhalten habt, nicht tödtlich sind. Ach! wie viel vonEurem Blute sah ich vergossen werden, und was für eingrausames Schicksal verfolgt mich, daß ich stets Unglück undVerderben über alle diejenigen bringen muß, denen ich sogerne mein eigenes Glück aufopfern möchte! — Allein wirwollen die uns von der göttlichen Barmherzigkeit verliehenenAugenblicke nicht durch fruchtlosen Gram verbittern. ThueAlles, was in deinen Kräften steht, um dein fließendes Blutaufzuhalten, das England — Evelinen und deinem Oheimeso theuer ist."
Damian seufzte, als sie geredet hatte, und schwieg, wäh-rend Eveline halb wahnsinnig durch den Gedanken, er könnteaus Mangel an Hülfe umkommen, ihre Bestrebung, aus ih-rem Kerkerloche zu entkommen, wiederholte. Aber Alles warumsonst. Verzweifelnd hatte sie jeden weitern Versuch auf-gegeben, und von einem Gegenstände des Entsetzens zu demandern übergehend, saß sie mit geschärftem Ohre lauschendda, um das Todesgestöhn Damians zu vernehmen, als — oWonne! o Entzücken! — der Boden vom Hufschlage rasch her-beicilcnder Rosse ertönte. Allein dieser Freudenton, der ihrdas Leben verbürgte, sicherte ihr doch ihre Freiheit nicht zu.— Es konnten die Räuber der Gebirge sein, die zurückkehrten,um ihre Gefangene abzuholen. Aber auch in diesem Fallewürde sie sicherlich die Erlaubniß erhalten haben, nach Da-mians Wunden zu sehen und sie zu verbinden; denn seineGcfangenhaltung konnte ihnen in vielen Hinsichten mehrNutzen bringen, als sein Tod. Ein Reiter kam herbei —Eveline rief ihn um Hülfe an, und das erste Wort, das siehörte, war ein Ausruf des treuen Wilkin Flammock, wozu